Studie: Altersvorsorge braucht neue Impulse
Studie: Altersvorsorge braucht neue Impulse
Einfachere Regeln und flexiblere Produkte sowie eine bessere Einbeziehung der privaten Immobilie können der staatlich geförderten Kapitalrente zum Durchbruch verhelfen. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) erstellt wurde. Die aktuelle DIA-Studie "Neue Impulse für die staatlich geförderte
Rente" sieht insbesondere in der Intransparenz und Ungleichheit von Förderwegen und Produkten eine Hauptursache des bislang mäßigen Erfolges und den dringendsten Veränderungsbedarf. "Gleiche Förderhöhen für betriebliche und
private Altersvorsorge, Produkte, die einfach zu verstehen, einfach zu vergleichen und einfach erklärt werden können", das sind die aus der Studie abgeleiteten Hauptforderungen. Bislang bestehen unterschiedliche, förderfähige Produkte mit teils sehr komplizierten Förderregelungen und auch mit variierender Höhe bei den Fördergeldern.
Altersvorsorge-Produkten fehlt es an Flexibilität
Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei der Studie ermittelt wurde, ist die fehlende Flexibilität der Produkte. Zugangsberechtigungen, Durchführungswege und Förderhöhen zur staatlich geförderten
Altersvorsorge müssten auch vor dem Hintergrund unterbrochener Erwerbsbiografien vereinfacht und angeglichen werden. Die Zunahme von Lebensläufen mit Wechseln zwischen Angestelltenverhältnis, Selbstständigkeit und Phasen der Arbeitslosigkeit erfordert Konsequenzen: die Zusammenfassung der Förderwege und Verträge, die unabhängig von der Lebenssituation bis ins Alter beibehalten werden können. "Freie Produktwahl, Mitnahme von Altersvorsorgeverträgen in allen Lebenssituationen und Flexibilität bei den Beiträgen bei möglichst geringen Kosten sind die zentralen Themen der Zukunft", so die Studie.
Die Immobilie als Vorsorge-Möglichkeit ist benachteiligt
Zum Ditten fordert die Studie eine Gleichberechtigung der Immobilie als Altersvorsorge-Produkt. Bislang stünde der Verwirklichung dieses berechtigten Wunsches häufig die finanzielle Mehrfachbelastung gerade in den mittleren Lebensjahren im Weg: Mit dem Ansparen von Eigenkapital bzw. der Abzahlung von Immobilienkrediten fehle gerade den Durchschnitts- und Wenigverdienern die Möglichkeit, weiteres
Geld für die Altersvorsorge zurückzulegen. "Die Immobilie muss daher in ein stimmiges Altersvorsorgekonzept des Staates eingebunden werden, das keine doppelt hohe Liquidität verlangt“, heißt es wörtlich in der Pressemitteilung des DIA. Dabei sei der angestrebte Wegfall der Eigenheimzulage ein guter Zeitpunkt, um über neue Förderkonzepte nachzudenken.
(18.5.2005, gla)Altersvorsorge & Rente: Weitere Infos...
Diese Seite merken (Lesezeichen)