Altersvorsorge – zu selten, zu wenig, zu inkonsequent
Altersvorsorge – Studie offenbart Lücken
Mehr als die Hälfte (55%) der Bevölkerung in Deutschland im Alter zwischen 18 und 59 Jahren hat nach eigenen Angaben noch nicht ausreichend für das Alter vorgesorgt. Dies zeigt die aktuelle Studie "Kundenmonitor Assekuranz 2005" des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG. Einige der Befragten wollen das allerdings ändern: 28 Prozent der 18- bis 59-Jährigen in Deutschland beabsichtigen, in den kommenden 12 Monaten unmittelbar oder mittelbar altersvorsorgerelevante
Geldanlagen zu erwerben. Bei den Vorsorgebereiten handelt sich mit deutlicher Mehrheit um diejenigen, die auch zuvor bereits etwas für ihre
private Altersvorsorge getan haben. Die geringste Vorsorgebereitschaft zeigt sich bei denjenigen, die auch bisher wenig oder gar nicht in ihre private Altersvorsorge investiert haben. Dabei handelt es sich insbesondere um Geringverdiener und junge Menschen.
Private Rentenversicherung führt die Beliebtheitsskala an
Die meisten Vorsorgebereiten wollen im Rahmen von AV-Neuabschlüssen zwischen 51 und 100 Euro im Monat zusätzlich für ihre
Altersvorsorge ausgeben. Insbesondere Geringverdiener sind auch an kleineren Vorsorgebeträgen von bis zu 50 Euro im Monat interessiert. Das größte Interesse der Vorsorgebereiten besteht am Abschluss von privaten
Rentenversicherungen (14%), gefolgt von Bausparverträgen (13%). Daneben sind auch die betriebliche Altersvorsorge und die
Riester-Rente recht beliebt (je 10%). Nachgelassen hat dagegen das Interesse an Kapital-
Lebensversicherungen, die seit diesem Jahr nicht mehr steuerlich begünstigt werden.
Junge Menschen mit größter Vorsorgelücke
Studienleiter Christoph Müller von der psychonomics AG resümiert: "
Private Altersvorsorge sollte in jungen Jahren beginnen. Die Studie zeigt, dass viele Menschen sich zwischen 30 und 35 Jahren und später noch einmal zwischen 45 und 50 Jahren verstärkt um ihre Altersversorgung kümmern. Wer jedoch erst mit 45 Jahren anfängt, an sein Auskommen im Alter zu denken, kann die bis dahin entstandene Vorsorgelücke häufig nicht mehr ausgleichen". Am schlechtesten ist es im Übrigen um die 18- bis 30-Jährigen bestellt, die am wenigsten vorsorgen. Zur Erhebung der Daten wurden durch das Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstitut
psychonomics AG 1.400 private Versicherungsnehmer im Alter von 18 bis 59 Jahren repräsentativ befragt. Schwerpunktthemen der Erhebung waren Altersvorsorge und Lebensversicherungen.
(28.11.2005, gla)Riester-Rente & private Rentenversicherung: Weitere Infos...
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