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Altersvorsorge in der Finanzkrise sicher?

Altersvorsorge: Sicher durch die Finanzkrise?


Altersvorsorge in der Finanzkrise – mit diesem Thema beschäftigte sich nunmehr auch das Deutsche Institut für Altersvorsorge. Denn es ist keineswegs für jeden sicher, dass die private Altersvorsorge tatsächlich gut angelegt ist. Und das Vertrauen in die gesetzliche Rente? Hier wurde ein historischer Tiefststand erreicht.

Eines ist klar: Die gesetzliche Rentenversicherung verdient ihren Namen in Zukunft kaum mehr. Allenfalls eine Grundsicherung kann die junge Generation von ihr noch erwarten. Der Grund hierfür: Die Geburtenzahlen liegen seit Jahren zu niedrig. Das Umlagesystem scheitert daran, dass zu wenige junge Menschen für zu viele alte sorgen müssen. Und der medizinische Fortschritt trägt seinen Teil dazu bei: Die Menschen werden nämlich immer älter und müssen damit auch finanziell länger versorgt werden. Daher ist die private Altersvorsorge unverzichtbar. Aber ist diese in Zeiten der Finanzkrise auch sicher?

Altersvorsorge und das fehlende Vertrauen der Menschen

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge hat sich mit dieser Frage beschäftigt. Oder besser: Es hat erfragt, ob denn die Menschen selbst meinen, dass ihr Geld für die Altersvorsorge in der von ihnen gewählten Anlageform sicher ist. Das Ergebnis in Zeiten der Finanzkrise war zu befürchten: Das Vertrauen in die private Vorsorge hat Anfang 2009 einen erheblichen Dämpfer erhalten und ist gesunken. Aktuell gehen mehr als ein Drittel der Befragten davon aus, dass sie ihren Lebensstandard im Alter nicht werden halten können. Vor zehn Jahren – im Jahr 1999 – waren es lediglich 12 Prozent. Ein krasser Unterschied.

Sicher sind nicht alle Anlagen, aber manche erscheinen etwas sicherer

Damit einher geht nachlassendes Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung. Seit der Krise sorgen sich 46 Prozent der Befragten um ihre gesetzliche Rente. Die ist zwar nicht unmittelbar von der Finanzkrise betroffen, aber die Sorgen sind aus oben genannten demographischen Gründen gerechtfertigt. Die Zahl stellt zudem einen historischen Höchststand dar und macht eines deutlich: Private Altersvorsorge ist weiterhin wichtig. In diesen Zeiten gilt es allerdings, Produkte zu wählen, die sicher erscheinen und bei denen möglichst wenig in den Kapitalmarkt investiert werden. Auf dem Vormarsch scheinen derzeit Bundeswertpapiere zu sein. Aber auch die Sparkassen profitieren von den Ängsten und den Bilanzzahlen der privaten Banken. Sie konnten schon die eine oder andere Milliarde an Einlagen zu sich hinüber ziehen. (5.2.2009, gla)

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