Private Altersvorsorge: Warum die gesetzliche Rente nicht reicht
Private Altersvorsorge ergänzt gesetzliche Rente
Die Lebenserwartung steigt, die Geburtenzahlen gehen zurück. Die Folge: Immer weniger Arbeitnehmer müssen für immer mehr Rentner aufkommen, die staatliche Rentenversicherung läuft aus dem Ruder. Dass private Altersvorsorge heutzutage unverzichtbar ist, weiß mittlerweile fast jeder. Doch was kann jeder konkret für seine private Altersvorsorge tun? Was verbirgt sich hinter Begriffen wie Altersvorsorge-Fonds und Riester-Rente? Und welche Altersvorsorge-Produkte sind für den Einzelnen am sinnvollsten? In der
Rente angekommen, will man als Pensionär all das genießen, wofür während des Arbeitslebens keine Zeit war. Doch reichen dafür die finanziellen Mittel künftig noch? Nur, wenn man sich lange vorher mit dem Thema Altersvorsorge auseinandergesetzt hat.
Überalterung erzwingt private Altersvorsorge
Schon heute stehen die sozialen Sicherungssysteme, allen voran die
gesetzliche Rente, vor erheblichen Problemen. Kein Wunder, beziehen doch immer mehr Pensionäre ihre Rente von immer weniger Beitragszahlern. Dabei stehen heute einem Rentner immerhin noch vier Erwerbsfähige gegenüber. In dreißig Jahren werden auf einen Pensionär nur noch zwei Erwerbsfähige kommen.
Niedrige Geburtenrate, höhere Lebenserwartung, niedriges Renteneintrittsalter - die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig. Indes werden die Ansprüche aus der
gesetzlichen Rentenversicherung zumeist deutlich überschätzt: Zwei Drittel der Bundesbürger schätzen ihre staatlichen Rentenansprüche zu hoch ein, jeder Vierte sogar um über 50 Prozent
Politik stellt private Altersvorsorge in den Mittelpunkt
Dass private Maßnahmen zur
Altersvorsorge unverzichtbar sind, hat mittlerweile auch die Politik begriffen. Denn die Rentenversicherungskrise ist mit der gesetzlichen Altersrente alleine nicht in den Griff zu bekommen. Das beitragsfinanzierte Umlageverfahren ist ja keine Altersvorsorge im eigentlichen Sinne: In die Staatskassen eingezahlte Beiträge werden postwendend an die aktuellen Rentenempfänger ausgezahlt. Dass ein Rentner (in dreißig Jahren) nicht von zwei Arbeitnehmern finanziert werden kann, steht außer Frage. Das schon jetzt ächzende System des Umlageverfahrens lässt sich also schon bald nicht mehr aufrecht erhalten.
Gesetzliche Rente ist unzureichend
Erste Maßnahmen zur Förderung der
privaten Altersvorsorge wurden zwar bereits angeschoben (Stichwort:
Riester-Rente). Der notwendige Umbau des staatlichen Altersvorsorge-Systems lässt jedoch weiter auf sich warten. Die von der Bundesregierung beschlossene schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre ist allenfalls der viel zitierte Tropfen auf den heißen Stein.
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