Wieviel Rente Sie erwartet - Tipps für Ihre Altersvorsorge
Wieviel Rente Sie in Zukunft erwarten können
Um eine solide Grundlage für die Planung der eigenen Altersvorsorge zu haben, sollte sich jeder zunächst einen Überblick verschaffen, wieviel er von der gesetzlichen Rente zu erwarten hat. Die jährliche Renteninformation ist dafür ein Anhaltspunkt. Außerdem sollte man die Entwicklung der Rendite in der gesetzlichen Rentenversicherung beachten. Eine Frau mit 25 Beitragsjahren und einem Bruttoeinkommen von 2.500 Euro (1.750 Euro netto) kann gerade einmal mit 537 Euro gesetzlicher
Rente rechnen. Ein Mann mit gleichem Einkommen und 40 Beitragsjahren kann sich auf 859 Euro "freuen". Die persönliche Altersversorgung der Beiden liegt also gerade einmal bei 31 bzw. 49 Prozent des Nettoeinkommens.
Wieviel Rente die gesetzliche Altersvorsorge bringt
Das Umlageverfahren der gesetzlichen Alterssicherung verhindert eine effektive Verzinsung des eingezahlten Kapitals. Beispiel: Ein Arbeitnehmer hat 45 Jahre lang durchschnittliche Beiträge an die
gesetzliche Rentenversicherung abgeführt. 2005 geht er in Pension und erhält einen monatlichen Betrag von etwa 1.240 Euro. Wenn er, wie statistisch zu erwarten, 16 Jahre lang Rente bezieht, haben seine einst eingezahlten Beiträge eine Rendite von gerade einmal drei Prozent erwirtschaftet.
Im reinen Kapitaldeckungsverfahren wären seine Beiträge beispielsweise in sichere Staatsanleihen geflossen, Rendite: sieben Prozent (Durchschnitt der letzten vierzig Jahre). Dieser Durchschnittsverbraucher könnte sich jetzt monatlich auf stattliche 4.190 Euro freuen.
Verzinsung der gesetzlichen Rente weiter rückläufig
Die Rentenversicherungsträger machen keinen Hehl daraus, dass sich der Renditeabstand zwischen gesetzlicher und privater Rente noch deutlich vergrößern wird: Nach Berechnungen der Frankfurter Allgemeine Zeitung verzinsen sich die Beiträge zur
gesetzlichen Rentenversicherung – berücksichtigt man nur den Arbeitnehmeranteil – mit 1,1 Prozent. Bei Einbeziehung der gesamten an die Versicherungsträger überwiesenen Geldmittel, also inklusive
Arbeitgeberanteil, ist die Verzinsung sogar negativ mit minus 1,1 Prozent.
Bei der gesetzlichen Rente besteht für Arbeitnehmer mit hohem Einkommen ein zusätzliches Problem: Einkünfte oberhalb der
Beitragsbemessungsgrenze (2008: 5.300 im Westen und 4.500 im Osten) bleiben bei der Berechnung der Rente unberücksichtigt. Die Folge: Eine mit zunehmendem Einkommen überproportional wachsende Rentenlücke.
Tipp: So früh wie möglich privat vorsorgen
Die gesetzliche Altersversicherung wird in Zukunft wesentlich geringere Einkünfte bescheren als allgemein angenommen. An der
privaten Altersvorsorge führt deshalb kein Weg vorbei - es sei denn, man verfügt über ausreichendes Vermögen, sodass man in punkto Altersversorgung von externen Geldquellen unabhängig ist. Ansonsten sollten Sie sich so früh wie möglich über Angebote zur privaten Vorsorge informieren.
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