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Krankenversicherung: Kapitaldeckung contra Umlageverfahren

Krankenversicherung: Kapitaldeckung contra Umlageverfahren


Die finanziell knappe Krankenversicherung in Deutschland sollte mehr auf Kapitaldeckung setzen. Damit zitiert die „Ärztezeitung“ den privaten Krankenversicherer Allianz, der eine diesbezügliche Studie veröffentlichte.

Das Thema der Kapitaldeckung – im Bereich der Altersvorsorge bereits fest etabliert – findet immer mehr auch Einzug in die Diskussion um die Krankenversicherung. Nach Ansicht des Trierer Wissenschaftlers Professor Eckard Knappe, auf den sich die Allianz beruft, bedeutet der Begriff Kapitaldeckung im Gesundheitswesen, dass der Anspruch auf Gesundheitsleistungen nicht „im Vertrauen auf die Ertragskraft der Kindergeneration“ gesichert wird, sondern im Vertrauen auf eigene Eigentumsansprüche, heißt es in der Ärztezeitung. Erworben werden sollen diese Ansprüche durch die Bildung von Ersparnissen. Im Klartext: Jeder solle für seine Gesundheitskosten im Alter selbst sparen.

Gesundheitswesen: Viele Gründe für die Misere, aber nur ein Ausweg

Laut Knappe ist es nicht zulässig, die demographische Entwicklung allein für die Misere im Gesundheitswesen verantwortlich zu machen. Letztlich sind viele Gründe für die Kostenexplosion verantwortlich: Der medizinische Fortschritt, die höhere Lebenserwartung, die steigenden Ausgaben im Alter sowie die sinkenden Geburtenraten spielen zusammen und könnten im ungünstigsten Fall zu einer Verdoppelung der Pro-Kopf-Ausgaben führen, heißt es in der von Knappe präsentierten Studie. Nur über den Weg der Kapitaldeckung ließen sich die steigenden Kosten im Alter letztlich finanzieren.

Umlageverfahren benachteiligt junge Generation unangemessen

Der Trierer Experte hatte bereits im Jahre 2003 mit seiner wissenschaftlichen Veröffentlichung „Demographie, Wettbewerb und Gerechtigkeit: Die Rolle der Kapitaldeckung“ das Thema in die Diskussion um die Krankenversicherung eingebracht und das Prinzip des Umlageverfahrens in Frage gestellt: „Das Umlageverfahren wirft im demografischen Wandel ein Problem der Generationengerechtigkeit auf. Da der Einzelne nicht – wie im Kapitaldeckungsverfahren – für die hohen Ausgabenrisiken im Alter anspart, sondern mit seinen Beitragszuschlägen die hohen Ausgaben der Älteren finanziert, kommt es ... zu einer Mehrbelastung der – zahlenmäßig kleineren – nachwachsenden Generation“, heißt es in der Publikation. Dabei sei die ältere Generation der Urheber dieses Problems - durch ihren Verzicht auf die Erziehung einer hinreichend großen Nachwuchsgeneration, heißt es in der Veröffentlichung. (19.5.2005, gla)

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Private Krankenversicherung Empfehlung
Thomas Jacobi, 45
Selbständiger aus Erfurt
Natürlich spare ich in der privaten Krankenversicherung viel Geld. Vor allem aber entscheide ich selbst, welche Klinik ich aufsuche und welcher Arzt mich behandelt.
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