Private oder gesetzliche Krankenversicherung – was ist teurer?
Private oder gesetzliche Krankenversicherung?
Für viele Personen lohnt sich der Wechsel in die private Krankenversicherung. Aber macht das private System auch insgesamt Sinn? Welches Modell bringt letztlich im Schnitt günstigere Prämien? Ulla Schmidt (SPD) ist keine Freundin der
privaten Krankenversicherung. Das macht die verantwortliche Bundesgesundheitsministerin Woche für Woche deutlich. Jüngstes Beispiel: Ihrem Ministerium entstammt ein Prämienvergleich zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Ihr Schluss: Die umlagefinanzierte
gesetzliche Krankenversicherung ist das günstigere System.
Krankenversicherungen – der Vergleich von Äpfeln mit Birnen
Eine Reaktion auf das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten: Der
Verband der privaten Krankenversicherung führte gleich mehrere Indizien dafür auf, dass der
Vergleich so nicht zulässig sei. Da wäre zum Beispiel die nicht berücksichtigte Tatsache, dass die private
Versicherung einen lebenslangen Leistungsbestandsschutz garantieren kann. Die gesetzlichen Kassen mussten dagegen ihren Leistungskatalog bereits gravierend abspecken – und ein Ende dieser Tendenz ist nicht in Sicht.
Dualität von gesetzlicher und privater Krankenversicherung
Zudem führte der Verband auf, dass viele Einsparungen zugunsten der
gesetzlichen Krankenversicherung nur deshalb möglich waren, da die Ärzte mit den privaten Abrechnungsmodalitäten vertröstet wurden. Insgesamt vertreten die Lobbyisten der „Privaten“ keineswegs die Meinung, die
private Krankenversicherung müsse grundsätzlich Anwendung finden. Nein, man propagiert das duale System – also ein Nebeneinander von umlagefinanzierter gesetzlicher Versicherung und kapitalfinanzierter privater Krankenversicherung.
(13.2.2006, gla)Private Krankenversicherung & gesetzliche Krankenversicherung: Weitere Infos...
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