Private Krankenversicherung - so geht’s nach der Reform weiter
Private Krankenversicherung - die Folgen der Reform
Zur Zukunft der privaten Krankenversicherung gibt es unterschiedliche Szenarien. Insbesondere die Auswirkungen der gerade in Kraft getretenen Gesundheitsreform stehen bei derartigen Analysen im Mittelpunkt. Die Ratingagentur
Fitch sieht die
private Krankenversicherung (
PKV) in stabilem Fahrwasser. Auch durch die gravierenden Änderungen der Gesundheitsreform wird das Geschäftsmodell der PKV nicht in Frage gestellt. Allerdings wird mit einem Rückgang der Anzahl der neuen Versicherten in den nächsten Jahren gerechnet. Der Grund hierfür liegt in der verlängerten Wartezeit, die gut verdienende Angestellte hinter sich bringen müssen, um in die private Krankenversicherung zu wechseln.
Mehr Versicherte in der privaten Krankenversicherung ab 2010
Konkret rechnet die Ratingagentur Fitch damit, dass der Versichertenbestand in den nächsten drei Jahren um jeweils weniger als ein Prozent wachsen wird. Ab dem Jahr 2010 sind die Aussichten dagegen wieder besser: Dann werden die Arbeitnehmer, die drei Jahre in Folge die Versichertenpflichtgrenze beim Jahresgehalt überschritten haben, in die private
Krankenversicherung drängen. Das dürfte den Versichertenbestand der gesetzlichen Krankenkassen ruckartig vermindern.
Nicht-Versicherte müssen von der PKV wieder aufgenommen werden
Zudem sind die
privaten Krankenversicherungen - so wie die gesetzlichen Krankenkassen auch - verpflichtet, im Rahmen der Gesundheitsreform Nicht-Versicherte aufzunehmen. Das gilt bezüglich der privaten Träger für diejenigen ohne
Versicherung, die nicht der
gesetzlichen Krankenversicherung zuzuordnen sind. Beispielsweise dürften zahlreiche ehemalige Selbstständige, die ihre Geschäfte aufgaben und sich die private Police nicht mehr leisten konnten, wieder zurück in die private Krankenversicherung - in den so genannten Basistarif - wechseln.
(11.4.2007, gla)Krankenversicherung & Gesundheitsreform: Weitere Infos...
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