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Gesundheitsreform / Krankenversicherung: Werden alle "privat"

Gesundheitsreform 2009: Private Krankenversicherung für alle


Die FDP hat sich Anfang Februar 2009 bereits für eine erneute Gesundheitsreform stark gemacht: Es soll nach der Bundestagswahl eine private Krankenversicherung für alle geben. Die Reaktionen hierauf sind höchst unterschiedlich ausgefallen.

Die private Krankenversicherung selbst könnte sich offenbar vorstellen, das Gesundheitssystem im Sinne der FDP umzustellen. PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach erklärte, das Modell verdiene eine unvoreingenommene Prüfung durch alle Beteiligten. Daher werde sich auch der Verband der privaten Krankenversicherung intensiv damit befassen. Der Zweig der gesetzlichen Krankenversicherung kann mit solchen Vorschlägen zur Gesundheitsreform naturgemäß weniger anfangen. Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), bezeichnete einen solchen Schritt als zutiefst unsozial.

Gesundheitsreform der FDP: Pauschaltarif sichert alle ab

Wie aber sähe eine solcher Schritt, eine Gesundheitsreform nach Maßgaben der FDP, konkret aus? Daniel Bahr, Bundestagsabgeordneter der Liberalen gab hierzu einige Erläuterungen: Alle gesetzlichen Krankenkassen würden zu privaten Krankenversicherungen werden. Sie böten ihre Leistungen auf Augenhöhe mit den alten privaten Versicherungen an. Es bliebe bei der Pflicht zur Krankenversicherung. Alle Versicherer würden verpflichtet, einen Pauschaltarif anzubieten, der Regelleistungen absichert. Eine Preisdifferenzierung nach Geschlecht, Alter und Gesundheitszustand entfiele bei diesem Tarif.

Krankenversicherung ohne Zwei-Klassen-Medizin

Mit einer solchen echten Gesundheitsreform würde man mit Sicherheit ein Ziel erreichen: die unsägliche Existenz von zwei Systemen mit völlig unterschiedlicher Qualität würde abgeschafft. Die Ungerechtigkeit, die damit verbunden ist, dass nach willkürlichen Kriterien in die private Krankenversicherung gewechselt werden darf, wäre Vergangenheit. Denn wem kann man heute noch erklären, dass Beamte die Vorteile der privaten Krankenversicherung genießen können und die meisten Angestellten nicht? Und warum hat die Versicherungspflichtgrenze (so unpassend heißt sie wirklich) noch eine Daseinsberechtigung? Diese zementierten Ungerechtigkeiten würden durch den Ansatz der FDP abgeschafft. Ganz sicher wäre das zum Wohle der meisten Versicherten – gerade derjenigen, die heute noch Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind. (13.2.2009, gla)

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Private Krankenversicherung Empfehlung
Christian Becker, 36
Angestellter aus Nürnberg
Als gut verdienender Arbeitneh- mer habe ich mich privat versi- chert. Entscheidend war die gute Gesundheitsversorgung, daneben genieße ich geringe Beiträge.
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