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Beitrag in der PKV muss Basistarif Tribut zollen

Beitrag in der PKV steigt an: Gesundheitsreform hinterlässt Spuren


Der Beitrag in der privaten Krankenversicherung (PKV) dürfte nach und nach ansteigen. Der Grund: Die Entscheidungen im Rahmen der Gesundheitsreform führen zunehmend zu finanziellen Belastungen in der PKV.

Eigentlich hat es die private Krankenversicherung in Deutschland recht gut. Sie profitiert von einem recht eigentümlichen System im Gesundheitswesen: Nur Beamte, Selbstständige und Gut-Verdiener dürfen in der PKV versichert sein. Der Effekt: Es gibt bislang kaum Probleme mit Beitragsrückständen. Das Mahnwesen hat wenig zu tun. Kein Wunder: Gesicherte und hohe Einkommen bewirken eine gute Zahlungsmoral. Zudem darf sich die PKV ihre Versicherten auch nach den eigenen Vorstellungen selbst aussuchen. Im Klartext: Chronisch Kranke und Menschen mit gravierenden Vorerkrankungen fallen in der Regel der Sortierung zum Opfer. Damit kann die PKV ihre Kosten gering halten und den Beitrag ebenfalls.

PKV: Gutverdiener kommen in der Regel beim Beitrag besser weg

Der Beitrag in der PKV ist zumindest bislang häufig so gering, dass sich ein Wechsel von einer gesetzlichen Krankenkasse in die private Krankenversicherung durchaus lohnt. Je mehr man verdient und je weniger Kinder man hat, desto eher ist das der Fall. Gut verdienende Ehepaare und vor allem auch Singles kommen in der gesetzlichen Krankenversicherung äußerst schlecht weg. Es sei denn, ihnen gibt der hohe Beitrag das gute Gefühl, solidarisch zu handeln – ein berechtigtes Gefühl. Bei einem Wechsel in die PKV sparen Sie aber häufig so viel Geld, dass die meisten verständlicherweise diesen auch vollziehen.

Beitrag in der PKV leidet unter dem Basistarif

Allerdings gerät diese Welt jetzt ein wenig aus den Fugen. Die Gesundheitsreform der großen Koalition schlägt gleich zwei Mal zu und belastet die Versicherten der PKV. Mit einem höheren Beitrag müssen seit Beginn des Jahres 2009 beispielsweise Neuversicherte leben. Der Grund: Bei einem späteren Wechsel innerhalb der PKV können künftig Teile der Altersrückstellungen mitgenommen werden. Diese zusätzliche Versicherungsleistung kostet Geld und schlägt sich auf den Beitrag der Neuversicherten nieder. Zudem müssen die Unternehmen der PKV jetzt einen so genannten Basistarif anbieten. Dieser entspricht in Sachen Leistungen und Beitrag weitgehend der gesetzlichen Krankenversicherung. Nach Ansicht der PKV ist dieser Tarif nicht kostendeckend. Die Deckungslücke müssen dann alle Privatversicherten mit ihrem Beitrag stopfen. Ein Minimum an Solidarität gibt es also auch in der PKV. (6.3.2009, gla)

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Private Krankenversicherung Empfehlung
Thomas Jacobi, 45
Selbständiger aus Erfurt
Natürlich spare ich in der privaten Krankenversicherung viel Geld. Vor allem aber entscheide ich selbst, welche Klinik ich aufsuche und welcher Arzt mich behandelt.
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