GKV: Höhere Ausgaben verursachen Defizite bei Krankenkassen
GKV: Steigende Ausgaben verhageln den Krankenkassen die Bilanz
Der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) machen steigende Krankenkassen-Ausgaben immer mehr zu schaffen. Während im ersten Quartal viele Kassen noch ein Plus verzeichneten, hat sich die finanzielle Lage der GKV zur Jahresmitte deutlich verschlechtert. Im ersten Quartal 2009 verzeichneten die Krankenkassen Barmer und DAK noch ein deutliches Plus. Die Bilanz des ersten Halbjahres fällt jedoch negativ aus: Bis zur Jahresmitte rutschten die beiden großen Kassen mit 29 bzw. 36 Millionen Euro ins Minus. Im Gegensatz dazu liegt die Techniker Krankenkasse mit 33 Millionen Euro weiterhin im Plus. Dennoch zeigt der Trend auch hier nach unten, hatte der Überschuss der TK doch im ersten Quartal noch bei 53 Millionen Euro gelegen.
GKV-Ausgaben für Arzneimittel steigen deutlich
Insbesondere der Aufwand für Arzneimittel ist in der
GKV deutlich gestiegen: Nach Angaben der DAK wuchsen die Ausgaben hier um 6,1 Prozent. Für ärztliche Behandlungen wurde 6,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal ausgegeben, die Ausgaben für Klinikaufenthalte stiegen um 5,6 Prozent. Mit den Schweinegrippe-Impfungen zum Jahresende kommen auf die GKV weitere erhebliche Belastungen zu.
Krankenkassen sind für ihre Ausgaben verantwortlich
Nach dem ersten Quartal hatte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt noch betont, für eine Erhebung von Zusatzbeiträgen gebe es keinen Anlass. Das Plus der Krankenkassen hatte seinerzeit 1,1 Milliarden Euro betragen. Die Krankenkassen hatten allerdings vor voreiligen Rückschlüssen auf die künftige Finanzentwicklung gewarnt. Der Gesundheitsfonds garantiert den Krankenkassen durch die monatlichen Zuweisungen verlässliche Einnahmen. Für ihre Ausgaben sind die
gesetzlichen Krankenversicherungen allerdings allein verantwortlich. Möglichkeiten zu Einsparungen ergeben sich beispielsweise durch Rabattverträge mit Pharmaunternehmen.
(23.10.2009, gat)GKV & Ausgaben: Weitere Infos...
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