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Schwarz-Gelb lässt Wünsche der Privaten offen

Neue Regierung – Chancen für die private Krankenversicherung?


Der Regierungswechsel letzten Herbst hat bei den privaten Krankenversicherern hohe Erwartungen geweckt. Diese wurden bislang nicht erfüllt. Im Gegenteil: die geplante Kopfpauschale erzeugt eher Krisen-, denn Aufbruchsstimmung.

Die privaten Krankenversicherer hatten große Hoffnungen in die neue Regierung gesetzt. Doch nach Ansicht von Experten ist es nicht sicher, dass sich durch die neue Regierung die Marktchancen der privaten Krankenversicherung (PKV)verbessern. Immerhin hat Rösler den stellvertretenden Direktor des PKV-Verbandes, Christian Weber, in sein Ministerium berufen. Diese Personalentscheidung könnte die Arbeit eher erschweren. Denn Weber wird als PKV-Vertreter kritisch beobachtet.

Die Drei-Jahres-Frist soll fallen

Die PKV erwartet, dass die Drei-Jahres-Frist wieder abgeschafft wird. Seit 2007 können gut verdienende Angestellte nur dann zur privaten Krankenversicherung wechseln, wenn sie drei Jahre in Folge mehr als zirka 50.000 Euro im Jahr verdienen. Diese Regelung möchte Schwarz-Gelb kippen. Denn der PKV gehen dadurch junge, gut verdienende Kunden verloren. Vor 2007 konnte in die PKV, wer nur ein Jahr lang über der Versicherungspflichtgrenze lag.

Die Kopfpauschale: Hiobsbotschaft für die Privaten?

Außerdem sieht die PKV die Einführung der Kopfpauschale für gesetzlich Versicherte kritisch. Denn der avisierte Monatsbeitrag von zirka 150 Euro macht die gesetzliche Krankenversicherung für junge Leute attraktiv. Diese niedrigen Prämien stellen eine Gefahr für das Neugeschäft der privaten Krankenversicherung dar. Wirbt doch die PKV mit niedrigen Einstiegsprämien gerade für wechselwillige, junge Kunden. Ältere Kunden bleiben dagegen in ihren alten Tarifen. Diese werden dann früher oder später für das Neukundengeschäft geschlossen mit der Folge, dass die älteren Tarife immer teurer werden. Der Umstieg auf die Kopfpauschale in der GKV ist für viele Versicherte günstiger, vor allem wenn die Kinder beitragsfrei mitversichert sind. Hier haben es die Privaten schwer, denn im privaten System muss sich jeder einzeln versichern. (30.3.2010, alc)

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Private Krankenversicherung Empfehlung
Christian Becker, 36
Angestellter aus Nürnberg
Als gut verdienender Arbeitneh- mer habe ich mich privat versi- chert. Entscheidend war die gute Gesundheitsversorgung, daneben genieße ich geringe Beiträge.
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