Bonität neuer Kunden im Visier der Allianz Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung: Allianz will Zahlungsausfälle vermeiden

Früher hatten es die PKV-Unternehmen einfach: Zahlte ein Kunde längere Zeit seine private Krankenversicherung nicht mehr, so konnten sie ihn kurzerhand kündigen. Das geht nicht mehr so einfach, seit die gesetzliche Versicherungspflicht vor zwei Jahren eingeführt wurde. Die Allianz Private Krankenversicherung zieht die Konsequenzen und überprüft die Bonität von Neukunden.

Gesundheitsprüfungen sind bei der PKV gang und gäbe. Neu ist nun, dass auch die finanziellen Verhältnisse geprüft werden. Die Allianz arbeitet hierzu bereits mit Einrichtungen wie der Schufa zusammen. Außerdem installierte sie ein eigenes Scoring-Verfahren: Dabei werden frühere Beitragsrückstände ebenso erfasst wie bestimmte persönliche Merkmale, etwa der Beruf. Das bedeutet im Klartext: Wer eine private Krankenversicherung abschließen möchte, sollte auch finanziell möglichst gesund sein, um einen passenden Vertrag zu erhalten.

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Private Krankenversicherung tüftelt an neuen Lösungen

Die Branche arbeitet seit einiger Zeit bereits an Konzepten, um finanzielle Risiken durch säumige Kunden abzufedern. Zu den Überlegungen gehört eine Art Untertarif zum bekannten Basistarif: Das Prämienniveau ist dabei besonders niedrig, dementsprechend dürften allerdings auch die Leistungen kaum das Niveau der gesetzlichen Krankenkasse erreichen.

Das Ziel ist klar: Die privaten Versicherer wollen durch solche Maßnahmen zu hohe Beitragsrückstände verhindern. Seit Einführung der gesetzlichen Versicherungspflicht nimmt nach den Statistiken der Versicherer die Zahl der schwarzen Schafe stetig zu. Insider kritisieren in diesem Zusammenhang allerdings gerade die zunehmende Anzahl an billigen Locktarifen in der PKV. Manche Abschlüsse, so die Argumentation, geschehen zu schnell und ohne individuelle Beratung.

Allianz geht neue Wege

Die Allianz Private Krankenversicherung hat sich noch mehr einfallen lassen. Säumige Kunden werden ausführlicher als bisher beraten. Einerseits werden Lösungsmöglichkeiten angeboten, andererseits erfolgen Informationen über die Konsequenzen bei Nichtzahlung. Die Mitarbeiter greifen auch gern zum Telefonhörer und versuchen die Probleme im Gespräch zu lösen. Laut Allianz führen solche Bemühungen häufig zur Vermeidung gerichtlicher Auseinandersetzungen. Kopfzerbrechen bereiten der Allianz Private Krankenversicherung indes die Kunden, die – nach Einschätzung des Unternehmens – bewusst keine Prämien zahlen und damit das Kündigungsverbot ausnutzen. Hier wünscht sich der Anbieter härtere gesetzliche Regelungen.

Fazit: Jeder, der sich für eine private Krankenversicherung interessiert, sollte mit einer Bonitätsprüfung rechnen. Dabei muss eine Einwilligungserklärung unterzeichnet werden. Die Scheu davor sollte nicht allzu groß sein: Immerhin werden durch das Verfahren alle ehrlichen Kunden vor Nachteilen geschützt.

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