Arbeitslose müssen an Krankenversicherung denken

Arbeitslose müssen an Krankenversicherung denken

Am 1. Januar ist die Arbeitsmarktreform Hartz IV in Kraft getreten. Drei Monate später, also in diesen Tagen, endet für viele Menschen der Krankenversicherungsschutz. Nicht allen dürfte das bewusst sein.

Die Einführung des Arbeitslosengeldes II bringe für viele auch Änderungen bei der Krankenversicherung mit sich, warnte beispielsweise kürzlich Brandenburgs Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD). "Wer jetzt aus der Pflichtversicherung der Gesetzlichen Krankenkassen herausfällt, muss sich selbst gegen Krankheit und Pflegebedürftigkeit versichern", so der engagierte Appell der Sozialpolitikerin.

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Unverheiratete aufgepasst: Die Familienversicherung greift nicht

Betroffen sind vor allem frühere Arbeitslosenhilfebezieher, die kein Arbeitslosengeld II erhalten und unverheiratet in einer Partnerschaft zusammenleben. Das Dilemma: Sie und ihre Kinder sind jetzt nicht mehr über die Arbeitsagentur krankenversichert, aber auch nicht wie verheiratete Partner über die Familienversicherung. Ziegler: "Ihr Krankenversicherungsschutz bleibt aber aufrechterhalten, wenn sie sich rechtzeitig freiwillig versichern. Unbedingt ist dabei zu beachten, dass innerhalb der gesetzlichen Frist von drei Monaten ein Antrag bei der Gesetzlichen Krankenversicherung gestellt werden muss." Am 31. März 2005 läuft für viele diese Frist aus.

Finanzielle Auswirkungen schlechter Gesundheit

Auch Thüringens Minister für Soziales, Familie und Gesundheit, Klaus Zeh (CDU), hat auf den drohenden Missstand hingewiesen: "Langzeitarbeitslosigkeit darf nicht dazu führen, dass Menschen aus dem Netz der solidarischen Krankenversicherung herausfallen. Deshalb werden bei Bedürftigkeit von den Agenturen für Arbeit Zuschüsse zu den Beiträgen der Kranken- und Pflegeversicherung gewährt.“ Nicht nur für die Betroffenen selbst könne es verheerende Folgen haben, Arztbesuche zu vermeiden und Krankheiten nicht zu kurieren. Längerfristig habe ein sich verschlechternder Gesundheitszustand einer Bevölkerungsgruppe auch finanzielle Auswirkungen auf das Gesundheitssystem und soziale Folgen auf die Gesellschaft, so der Minister.

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