Basistarif private Krankenversicherung: Wer muss sich versichern?

Basistarif private Krankenversicherung: Chance oder Pflichtversicherung?

Seit dem 1. Januar 2009 ist die private Krankenversicherung (PKV) gesetzlich dazu verpflichtet, den Basistarif anzubieten. Denn keiner darf in Zukunft ohne Krankenversicherung sein. Der Basistarif entspricht dabei im Leistungsumfang den Bedingungen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV).

Der Basistarif wurde ursprünglich aus zwei Gründen eingeführt: Zum einen sollten Menschen, die ihren Versicherungsschutz verloren hatten, wieder in die Krankenversicherung zurückkehren. Darüber hinaus sollte der Wettbewerb zwischen den privaten Kassen gestärkt werden. Bis zum 30. Juni 2009 konnten Bestandskunden die private Krankenversicherung leichter wechseln, wenn sie mit deren Leistungen oder der Beitragshöhe unzufrieden waren. Über den 30. Juni 2009 hinaus können nur noch Menschen ab 55 Jahren oder Menschen mit niedrigem Einkommen, die sich die Versicherungsprämien nicht mehr leisten können, in den Basistarif wechseln.

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Für welche Kunden eignet sich der Basistarif?

Nichtversicherte: All diejenigen, die keine Krankenversicherung haben, können sich über den Basistarif neu versichern. Dies gilt zum Beispiel für ehemals PKV-Versicherte, die zurzeit ohne Versicherungsschutz sind. Hier bietet sich die Chance, wieder in die Krankenversicherung einzusteigen. Denn seit dem 1. Januar 2009 muss jeder krankenversichert sein.

Ältere Menschen, finanziell hilfebedürftige oder kranke Menschen: Der Basistarif soll Menschen entlasten, die die Versicherungsprämien für die private Krankenversicherung nicht mehr aufbringen können. Dies dürfte vor allem Rentner oder Personen mit niedrigem Einkommen betreffen. Hier nehmen die Versicherungsprämien oft einen zu großen Anteil des Geldes weg, das für den Lebensunterhalt benötigt wird. Auch für Versicherte mit niedrigem Einkommen und hohen Risikozuschlägen kann der Basistarif eine Alternative sein.

Private Krankenversicherung: Was bietet der Basistarif?

Die Private Krankenversicherung darf niemanden ablehnen, der sich im Basistarif versichern möchte. Vorerkrankungen oder individuelle Risiken spielen keine Rolle. Dennoch ist der Basistarif keine gleichwertige Alternative zu einer normalen privaten Krankenversicherung. Denn die Leistungen sind immer an die gesetzliche Krankenversicherung gekoppelt. Typische Mehrleistungen der privaten Versicherung wie Chefarztvisite oder Ein-Bett-Zimmer sind im Basistarif nicht enthalten. Die Beiträge sind auf den Höchstbetrag der Gesetzlichen Kassen begrenzt (2009 zirka 570 Euro im Monat). Im Gegensatz zur GKV muss sich im Basistarif jede Person einzeln versichern. Ehepaare zahlen demnach zwei Beiträge. Auch für Kinder gibt es Tarife. Hilfebedürftige Menschen, die sich die Beiträge des Basistarifes nicht (mehr) leisten können, müssen nicht den vollen Beitrag zahlen.

Privatversicherte, die mit Ihrer Versicherung unzufrieden sind oder ihre Beiträge reduzieren wollen, haben allerdings noch andere Alternativen. Sie können zum Beispiel bei Ihrer Versicherung in einen anderen Tarif mit günstigeren Konditionen wechseln. Es kann auch zweckmäßig sein, auf Leistungen zu verzichten oder einen Selbstbehalt zu vereinbaren.

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