Krankenversicherung: Bei Altersteilzeit ermäßigter Beitragssatz

Bei Altersteilzeit gilt der ermäßigte Beitragssatz

Wer das Modell der Altersteilzeit nutzt, ist beitragspflichtig in der gesetzlichen Sozialversicherung. Für die Krankenversicherung gilt das aber nur eingeschränkt. In den beschäftigungsfreien Zeiträumen entfällt nämlich das Krankengeld. Damit gilt der ermäßigte Beitrag.

Wer die so genannte Altersteilzeit nutzt, genießt das Privileg, bezahlte Freistellungen nutzen zu können. Auch während dieser Phasen braucht der Betroffene eine Krankenversicherung. Die ist nämlich verpflichtend. Was er allerdings nicht benötigt, das ist eine Krankenversicherung, die im Krankheitsfalle ab einem bestimmten Zeitpunkt finanziell einspringt. Denn das so genannte Krankengeld ist nicht notwendig, da bei freigestellten Arbeitnehmern keine Gegenleistung existiert. Trotzdem haben die Krankenkassen bislang den vollen Beitrag nach dem allgemeinen Beitragssatz eingezogen.

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BSG-Urteil: Rückerstattung zu viel gezahlter Beiträge ist möglich

Das Bundessozialgericht (BSG) hat diese Praxis mittlerweile gestoppt. Mit einem Urteil aus dem Jahr 2004 wurde festgelegt, dass wegen des fehlenden Anspruchs auf Krankengeld nur der ermäßigte Beitrag anzuwenden ist. Betroffene können sich nun die Differenz zwischen dem allgemeinen und dem ermäßigten Beitrag rückwirkend bis zum Jahr 2000 zurückerstatten lassen. Zumindest, wenn ihre Kasse den Empfehlungen der Spitzenverbände folgt. Diese raten, auch die verjährten Ansprüche aus dem Jahr 2000 aus Vereinfachungsgründen noch zu akzeptieren. Zudem besteht die Möglichkeit, die zu viel gezahlten Beiträge mit künftigen zu verrechnen.

Ziel der Altersteilzeit: Junge Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren

Mit dem Gesetz zur Förderung eines gleitenden Übergangs in den Ruhestand (Altersteilzeitgesetz) wurden mit Wirkung ab August 1996 für Arbeitgeber und Arbeitnehmer Rahmenbedingungen für Vereinbarungen über einen schrittweisen Ausstieg aus dem Berufsleben geschaffen. Das Altersteilzeitgesetz bietet älteren Arbeitnehmern die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit nach Vollendung des 55. Lebensjahres auf die Hälfte zu vermindern und eröffnet jüngeren Arbeitslosen und Ausgebildeten – so heißt es in Veröffentlichungen des Bundeswirtschaftsministeriums - eine (zusätzliche) Zugangsmöglichkeit zum Arbeitsmarkt.

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