Berufskrankheit - der Vorgänger der Berufsunfähigkeit?

BU: Berufskrankheiten nehmen zu, Arbeitsunfälle nehmen ab

Während es tendenziell immer weniger Arbeitsunfälle gibt, ist die Zahl der Berufskrankheiten weiterhin besorgniserregend. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat hierzu genaue Zahlen vorgelegt.

Im vergangenen Jahr erhielten Berufsgenossenschaften und Unfallkassen insgesamt 61.236 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit. Das waren 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr (2005: 59.762). Der Verdacht bestätigte sich in 22.641 Fällen. Den Löwenanteil der bestätigten Berufskrankheiten machten mit 39,4 Prozent (8.925 Fälle) berufsbedingte Haut-Erkrankungen aus. Breuer: "Hauterkrankungen bleiben damit ein drängendes Problem. Unsere aktuelle Präventionskampagne Haut soll daher das Bewusstsein für den Hautschutz bei Arbeitgebern und Beschäftigten schärfen." Ansonsten ist zu befürchten, dass Hautkrankheiten künftig die ohnehin sehr hohe Zahl an Fällen von Berufsunfähigkeit weiter ansteigen lässt.

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Berufskrankheiten können zur Berufsunfähigkeit und zum Tod führen

Die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten belief sich auf 13.935. Davon wurde in 4.725 Fällen erstmals eine Rente bewilligt. In 8.706 Fällen wurde die berufliche Verursachung der Erkrankung zwar bestätigt, besondere versicherungsrechtliche Bedingungen für eine Anerkennung waren jedoch nicht erfüllt. Auch in diesen Fällen erhielten die Versicherten Leistungen zur Individualprävention und Rehabilitation. Insgesamt wurden 2.510 Todesfälle durch Berufskrankheiten gemeldet. Beim überwiegenden Teil waren anorganische Stäube die Todesursache, insbesondere Asbest.

Berufsunfähigkeitsversicherung statt Unfallversicherung

Die Entwicklung zeigt unter anderem, dass eine Unfallversicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung keineswegs ersetzen kann. Im Gegenteil: Die Bedeutung der Unfallversicherung sinkt, da der Anteil von Unfällen, die zur Berufsunfähigkeit führen, ebenfalls zurückgeht. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung deckt dagegen das gesamte Spektrum der BU-Fälle, insbesondere auch den Löwenanteil von durch Berufskrankheiten verursachter Berufsunfähigkeit, ab.

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