Berufsunfähig oder erwerbsgemindert: Das sind die Unterschiede

Berufsunfähig oder erwerbsgemindert - Wann gibt es Rente?

Die Rentenreform von 2001 und ihre Auswirklungen sind noch längst nicht allen Personen mit gesetzlicher Rentenversicherung gegenwärtig. Das gilt insbesondere für den Bereich Berufsunfähigkeit.

Die Rentenreform, die zur Zeit der rot-grünen Regierung beschlossen und auch von den Unionsparteien abgesegnet wurde, hat einige Verschlechterungen für gesetzlich Versicherte gebracht. Seit 2001 gelten zum Beispiel in Sachen Berufsunfähigkeit strengere Regelungen. Das hat die Konsequenzen vor allem für diejenigen, die nach 1963 geboren wurden - also die Jüngeren. Sie erhalten nämlich keine Rente, wenn sie berufsunfähig werden. Nur bei einer Erwerbsminderung können sie sich Hoffnung machen, etwas aus der gesetzlichen Rentenkasse zu erhalten.

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Berufsunfähig: Keine Rente, dafür ab ins Call-Center

Aber was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit bzw. Erwerbsminderung? Berufsunfähig ist, wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Der Maurer mit Rückenproblemen, die aber grundsätzlich noch eine Schreibtischarbeit erlauben würden, gilt als berufsunfähig. Er kann keine Steine mehr heben und damit seinen Beruf nicht mehr ausüben. Vom Staat erhält er damit aber keine Rente - auch wenn er jahrzehntelang in die Rentenkasse eingezahlt hat. Denn schließlich könnte man ihn ja noch in irgendein Call-Center verfrachten, um Aufträge zu akquirieren oder Reklamationen zu bearbeiten.

Erwerbsgemindert: Wie stark ist man beeinträchtigt?

Nur bei Erwerbsminderung würde die gesetzliche Rentenversicherung zahlen. Also dann, wenn eine Erwerbstätigkeit gar nicht mehr ausgeübt werden kann - oder man zumindest beeinträchtigt ist. Dabei gibt es allerdings Abstufungen: Wer mehr als drei, aber weniger als sechs Stunden in irgendeinem Job arbeiten könnte, der gilt als teilweise erwerbsgemindert und erhält den halben Satz der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente. Nur wer weniger als drei Stunden täglich in der Lage wäre, einen leichten Job auszuüben, kann mit der vollen Rente rechnen. Deren Höhe richtet sich insbesondere nach dem bisherigen Einkommen.

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