Berufsunfähig? Gesetzliche Rentenversicherung sichert kaum ab

Berufsunfähig? Das leistet die gesetzliche Rentenversicherung

Für den Fall einer Berufsunfähigkeit hoffen immer noch viele auf die gute alte gesetzliche Rentenversicherung. Doch wer dann tatsächlich berufsunfähig wird, erlebt im Regelfall eine böse Überraschung.

Früher war alles anders: Wer berufsunfähig wurde, der war weitgehend über die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert. Private Berufsunfähigkeitsversicherungen waren damals die Ausnahme und in den meisten Fällen unnötig. Allerdings hat sich vor einigen Jahren etwas geändert. Mit der Rentenreform 2001 war es mit der großzügigen Absicherung vorbei. Die gesetzliche Rentenversicherung konnte sich diese Regelung einfach nicht mehr leisten. Schließlich endet ungefähr jede vierte berufliche „Karriere“ in der Berufsunfähigkeit.

Tarif-Check Berufsunfähigkeitsversicherung

Die besten Tarife von mehr als 40 Versicherern im Vergleich!

Kostenloser Infoservice:
Tarif-Vergleich Berufsunfähigkeitsversicherung anfordern …

Berufsunfähig oder erwerbsgemindert?

Daher wurde damals beschlossen, keine Rente mehr im Falle einer Berufsunfähigkeit zu zahlen. Nur noch bei Erwerbsminderung greift heute die gesetzliche Rentenversicherung. Was ist aber genau der Unterschied? Wer gilt als berufsunfähig und wer als erwerbsgemindert? Der Unterschied zeigt sich darin, ob man nur noch seinen eigenen Beruf nicht mehr ausüben kann oder ob die Einschränkung für alle Berufe gilt. Nur im zweiten Fall liegt eine Erwerbsminderung vor, bei der die gesetzliche Rentenversicherung noch zahlen würde.

Gesetzliche Rentenversicherung zahlt nur im Ausnahmefall

Das bedeutet konkret: Wer heute berufsunfähig wird, kann nur noch dann auf eine gesetzliche Rente hoffen, wenn er grundsätzlich als voll oder teilweise erwerbsgemindert gilt. Das ist allerdings in der Regel die Ausnahme. Denn der Maurer mit Rückenleiden könnte ja noch als Pförtner arbeiten. Und ist das möglich, dann zahlt die gesetzliche Rentenversicherung keinen Cent. Das Einzige, was dann hilft, ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Es müsste also eigentlich jeder eine haben. Allerdings gehört diese Versicherung nicht zu den billigsten, so dass gerade Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen häufig auf eine ausreichende Absicherung verzichten.

Vorsorge-News jetzt auch bei
Facebook, Twitter & Google+
+++ Berufsunfähigkeit & Dienstunfähigkeit: Übersicht aller Beiträge – Seit +++ Altersvorsorge: Indexfonds schlagen Rentenversicherung & Co. +++ Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvolle Kriterien für die Auswahl +++