Berufsunfähigkeit: Lehrerin hatte Panikattacken und Angstgefühle

Berufsunfähigkeitsversicherung verweigert Lehrerin die Rente

Sie wollte Lehrerin an einer Grundschule werden. Ob nun ihre zunehmenden Beschwerden Lampenfieber waren oder tatsächlich krankheitsbedingt und damit Ursache für eine Berufsunfähigkeit, blieb ungeklärt. Um ihren Anspruch gerichtlich durchsetzen zu können, wollte sie Prozesskostenhilfe, die abgelehnt wurde. Auch das Oberlandesgericht Saarbrücken verweigerte ihr diese.

Berufsunfähigkeitsversicherung verweigert Lehrerin die RenteBerufsunfähigkeit: Lehrerin mit Panikattacken und Angstgefühle

Es gibt bekanntermaßen viele Menschen, die sich an ihrem Arbeitsplatz oder in ihrer Ausbildung nicht wohlfühlen. Manchmal können sich dadurch verursachte Beschwerden so verschlimmern, dass ein weiteres Ausüben des erlernten Berufes nicht mehr möglich ist. In diesem Fall hilft eine vorher abgeschlossene Berufsunfähigkeitsversicherung. Bereits zu Beginn einer Berufsausbildung, etwa zum Bäcker oder auch zum Lehrer, sollte eine solche vereinbart werden. Verschlechtert sich der Gesundheitszustand zwischen Antragstellung und Policierung, besteht eine vorvertragliche Pflicht, dies dem Versicherer noch zu melden.

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Lehrerin fühlte sich wegen Panikattacken und Angstzuständen berufsunfähig

Im zugrunde liegenden Fall war eine junge Frau seit Mai 2000 in der Ausbildung zur Lehrerin. Ab Februar 2001 musste sie eigenverantwortlich 16 Wochenstunden Unterricht leisten. Ungefähr nach einem Monat traten bei ihr sich verschlimmernde Magenkrämpfe, Essstörungen, Panikattacken, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Weinkrämpfe auf. Sie ging aber weder zum Arzt, noch nahm sie Medikamente ein. Im Oktober 2001 gab sie die Ausbildung zunächst auf. Nach der Geburt eines Kindes setzte sie im November 2003 ihre Lehrerausbildung fort. Ende Februar 2004 hörte sie dann wegen schwerer psycho-vegetativer Störungen endgültig auf. Ihr Arzt empfahl ihr einen Berufswechsel. Von ihrem Versicherer verlangte sie wegen einer seit Oktober 2001 bestehenden Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente ab März 2004.

Rente wegen Berufsunfähigkeit nach Rücktritt durch Versicherer abgelehnt

Das Oberlandesgericht (Az. 5 W 220/06-64) stufte zwar eine Rücktrittserklärung des Versicherers als nicht wirksam ein. Es lehnte auch die Meinung ab, es fehle am Versicherungsfall, da die Versicherungsnehmerin zwischenzeitlich als Hufpflegerin gearbeitet hatte. Diese Tätigkeit hatte sie erst im März 2004 aufgenommen. Das Gericht bemängelte jedoch, dass die Gesundheitsstörungen nicht konkret benannt worden waren und unklar sei, inwiefern diese den Beruf beeinträchtigten.

Die ehemalige Lehrerin hätte detailliert vortragen müssen, wieso ihr Medikamente, Psychotherapie oder Ähnliches nicht hätten helfen können. Sie sei aber zunächst nicht zum Arzt gegangen und habe keine Medikamente genommen. Dazu sei sie jedoch als Lehramtsanwärterin mit Verantwortung den Kindern gegenüber verpflichtet gewesen. Ihr Verhalten spreche folglich eher gegen die Annahme einer dauerhaften Berufsunfähigkeit, weshalb die Klage aussichtslos sei.

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