Berufsunfähigkeit: Neue Modelle zur Risikoberechnung helfen sparen

Berufsunfähigkeitsversicherung wird durch feinere Risikoabstufung attraktiver

Die Versicherungsbranche will eine neue Tarifstruktur bei Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) durchsetzen: Bildung, Position und Alter werden verstärkt bei der Einschätzung des Risikos berücksichtigt. Ziel ist es, über eine differenziertere Einstufung die Beiträge risikogerechter zu gestalten. Von den Neuerungen profitieren insbesondere besser ausgebildete Erwerbstätige und junge Menschen in der Ausbildung.

Die Versicherer reagieren mit der Risikodifferenzierung beim BU-Schutz auf Marktstudien zum Kundenverhalten: Über 70 Prozent der Beschäftigten halten die Berufsunfähigkeitsversicherung laut Umfragen für sinnvoll. Aber vielen Erwerbstätigen war die Versicherung bisher zu teuer. Nur 25 Prozent haben zurzeit eine Police. Der neue Ansatz bei der Prämienberechnung könnte sich als Schlüssel zur Steigerung der Akzeptanz erweisen. Mit der stärkeren Individualisierung wird der Markt für Verbraucher jedoch zugleich unübersichtlicher: Nicht für jeden wird die BU billiger und nicht jede Assekuranz bietet innovative Tarife an.

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Tarife nicht mehr allein von Berufsgruppe abhängig

Wenn Sie studiert haben und in leitender Position überwiegend im Büro tätig sind, haben Sie beste Chancen, von der aktuellen BU-Reform zu profitieren: Anbieter wie die Zurich berücksichtigen bei der Kalkulation ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung jetzt den persönlichen Background des Versicherten.

Die herkömmliche Einstufung nach Berufsgruppen bleibt zwar erhalten. Doch schaut der Versicherer genauer hin, welchen Anteil Büroarbeit einnimmt oder welche Qualifikationsstufe ein Erwerbstätiger im Beruf erreicht hat. Entsprechend wird das Risiko differenziert: Die BU-Tarife können innerhalb einer Berufsgruppe gestaffelt angeboten werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Führungskräfte billiger

Die Allianz geht einen anderen Weg: Das Münchener Versicherungsunternehmen achtet bei der Berufsunfähigkeitsversicherung stärker auf den Bildungsstand des Versicherungsnehmers. Die Allianz stuft beispielsweise das Risiko bei Führungskräften mit Studium niedriger ein. Sie zahlen deshalb ggf. niedrigere Tarife als BU-Versicherte mit niedrigerem Status.

Ähnlich ist das Konzept beim Versicherer Continentale: Die Assekuranz hat die Anzahl der Berufsgruppen in ausgewählten BU-Angeboten verdoppelt. Eine Beitragsreduzierung gewährt auch die Continentale u.a. für höher Qualifizierte oder leitende Angestellte.

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Jüngere bekommen preiswerteren Risikoschutz

Immer mehr Versicherer machen der jungen Generation vergünstigte Angebote, sich frühzeitig vor dem Risiko einer Berufsunfähigkeit abzusichern: Die speziellen Policen bieten Einsteigern im Alter von 15 bis 35 Jahren vollen Schutz zum reduzierten Preis. Erst wenn die Karriere in Gang kommt, zahlen die Versicherten höhere Prämien.

Die Erkenntnis der Branche kommt spät, individualisierte BU-Policen angepasst an Lebensphasen und Berufswelten anzubieten. Für Kunden bietet die Umstellung der Tarifstrukturen der Versicherer große Chancen: Durch eine fachkundige Beratung werden viele Verbraucher feststellen können, dass für sie ein vollwertiger BU-Schutz erschwinglich geworden ist.