Berufsunfähigkeit: Rente für Dachdecker ist ziemlich wahrscheinlich

Berufsunfähigkeit und Todesfälle: Rente für Dachdecker

Als Dachdecker lebt man besonders gefährlich. Das geht aus einer Statistik des Map-Reports hervor, die sich mit der Wahrscheinlichkeit von Berufsunfähigkeit und Zahlung von Rente befasst. Nach Angaben der Bild-Zeitung ist in diesem Handwerkszweig das Unfallrisiko besonders hoch.

Die Dachdecker müssen für alles Mögliche herhalten. Denn da dieser Beruf in vielerlei Hinsicht ein extremer ist, dient er immer wieder als Basis für verschiedene Argumentationen: Bei der „Rente mit 67“ war das so und aktuell ist er beim Thema Altersteilzeit der wohl am meisten zitierte Beruf. Denn wer kann denn noch mit 66 Jahren als Vollzeitkraft auf dem Dach herum klettern und Ziegel positionieren, heißt es immer wieder. Dann lieber früher in Rente gehen bzw. auf Teilzeit umsteigen. Aber auch in Sachen Berufsunfähigkeit hat der Beruf Dachdecker eine „herausragende“ Position.

Rente wegen Berufsunfähigkeit oder an Hinterbliebene nicht selten

Nach Angaben der Bild-Zeitung, die sich auf den Map-Report beruft, werden in diesem Beruf 52 Prozent aller Renten wegen Berufsunfähigkeit aufgrund eines Unfalls gezahlt. Zum Vergleich: Diese Quote liegt im Durchschnitt aller Branchen bei etwa 10 Prozent. Oftmals hat ein Unfall in diesem Gewerbe aber noch schlimmere Folgen als „nur“ die Berufsunfähigkeit. Denn 29 Prozent aller Dachdeckerrenten werden laut Bild-Zeitung an Hinterbliebene wegen eines Todesfalls ausgezahlt.

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Berufsunfähigkeit schreckt potenzielle Bewerber ab

Der Beruf eines Dachdeckers ist damit laut Statistik des map-Reports der riskanteste überhaupt. „Normal“ mit 67 Jahren in Rente zu gehen, ist fast schon der Ausnahmefall. Entweder man hört früher auf, geht in Altersteilzeit oder der Fall einer Berufsunfähigkeit tritt ein. Junge Menschen sollten also genau überlegen, ob sie die Voraussetzungen für diesen Beruf in jeder Hinsicht erfüllen. Die Branche jedenfalls könnte gut und gerne ein paar mehr Bewerbungen von Schulabgängern gebrauchen, die den Beruf des Dachdeckers erlernen wollen. Nach der aktuell veröffentlichten Statistik dürfte sich der Nachwuchsmangel aber weiter verschärfen.