Berufsunfähigkeit: Wie der gesetzliche Schutz schwindet

Berufsunfähigkeit: Wie der gesetzliche Schutz schwindet

Noch immer denken viele, über die gesetzliche Sozialversicherung in irgendeiner Form gegen eine plötzliche Berufsunfähigkeit versichert zu sein. Schließlich zahlt man ja reichlich in die Rentenversicherung ein. Zudem überweist der Arbeitgeber zusätzlich an die Berufsgenossenschaften.

Egal, wo man arbeitet, ob in einem Unternehmen oder im öffentlichen Dienst – der Arbeitgeber ist verpflichtet, seine Unfallversicherungsbeiträge pünktlich zu überweisen. Während private Unternehmen – je nach beschäftigter Berufsgruppe - unterschiedlich viel an die Berufsgenossenschaften überweisen, zahlen öffentliche Arbeitgeber an die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand. Zweiteres mit dem Effekt, dass nicht nur Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes gegen eine Berufskrankheit und die Folgen eines Arbeitsunfalls versichert sind. Auch Kinder auf ihrem Schulweg fallen unter diesen Schutz.

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Krankheiten sind in aller Regel keine Berufskrankheiten

Das hört sich zunächst einmal sehr umfangreich an, bezieht sich aber ausschließlich auf die Folgen der Arbeitsausübung. Die Realität sieht da ein wenig anders aus: In aller Regel tritt Berufsunfähigkeit nicht aufgrund einer Berufskrankheit, sondern aufgrund sonstiger Beschwerden ein. Das sind vor allem Rücken- und Herz-Kreislauferkrankungen und immer häufiger psychische Krankheiten. Der Rückschluss auf die Berufstätigkeit lässt sich normalerweise nicht herleiten, so dass die Unfallversicherungsträger nicht zahlen müssen. Und auch die Rentenversicherung zahlt im Falle der Berufsunfähigkeit nur eine kleine Rente an Personen, die vor 1961 geboren sind.

Gesetzlicher Schutz löst sich mit der Zeit von allein auf

Damit löst sich der gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsschutz praktisch im Laufe der Jahre aus biologischen Gründen auf, denn von Jahr zu Jahr arbeiten weniger Personen, die bis 1960 geboren wurden. Der letzte Jahrgang, der noch einen kleinen Schutz genießt, wird voraussichtlich im Jahr 2025 aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Aber bereits heute gilt für die meisten Arbeitnehmer: Es ist überhaupt kein gesetzlicher Schutz mehr dagegen vorhanden, dass man aus Gesundheitsgründen aus dem Berufsleben ausscheidet. Und ein Viertel aller Erwerbstätigen ist betroffen. Die einen werden von ihrer Privat-Versicherung eine Rente erhalten, auf die anderen wartet in aller Regel Hartz IV.

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