Berufsunfähigkeitsrente durch wahrheitsgemäße Angaben

Berufsunfähigkeitsrente durch wahrheitsgemäße Angaben

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man die Fragen zum Gesundheitszustand ernst nehmen. Darüber hinaus muss die gängige Rechtsprechung beachtet werden, wenn man bei seiner Rente auf „Nummer sicher“ gehen will.

Natürlich kann man jede Menge Geld sparen, wenn man in eine günstigere Versicherungsklasse kommt. Denn die Versicherer gegen Berufsunfähigkeit machen bei der Beitragserhebung gravierende Unterschiede zwischen jung und alt sowie zwischen gesund und krank. Das sollte jedoch niemanden dazu verleiten, bei den Angaben zum Gesundheitszustand zu mogeln. Denn das wird den einzelnen mit ziemlicher Sicherheit die Rente kosten, da im Versicherungsfall die Krankengeschichte durch die Versicherung detailliert in Erfahrung gebracht werden darf.

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Folgeschäden sind grundsätzlich anzugeben

Allerdings kann nicht nur das bewusste Schummeln zum Problem werden. Auch grundehrliche Versicherte sind schon Opfer der geltenden Gesetze geworden. So hat das Oberlandesgericht Koblenz vor einigen Monaten entschieden, dass auch Krankheiten, die außerhalb eines vereinbarten Berichtszeitraums von zehn Jahren liegen, anzugeben sind, wenn sie Folgeschäden verursacht haben. Im Urteil heißt es, dass eine fortdauernde Bewegungseinschränkung der Schulter mit Versteifung des Handgelenks auch dann anzugeben ist, wenn der verursachende Unfall länger als zehn Jahre zurück liegt.

MPU-Beratung darf ebenfalls nicht verschwiegen werden

Ein anderes Beispiel, das ebenfalls auf einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz beruht: Wer nach dem Drogen-, Betäubungs- und Rauschmittelkonsum innerhalb der letzten zehn Jahre gefragt wird sowie zu entsprechenden ärztlichen Behandlungen, muss ebenfalls weiter denken, als zunächst angenommen. Denn auch eine ärztliche Beratung, die in Zusammenhang mit einer medizinisch psychologischen Untersuchung (MPU) aufgrund des Entzugs der Fahrerlaubnis steht, muss hier erwähnt werden. Das gilt auch dann, wenn ein einmaliger Alkoholkonsum zum Entzug der Fahrerlaubnis geführt hat.

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