Gesetzlich gefördert: Berufsunfähigkeitsrente soll attraktiver werden

Berufsunfähigkeitsrente: stärkere gesetzliche Förderung für BU-Policen

Die Regierung gibt Gas: Sie möchte, dass sich mehr Menschen gegen Berufsunfähigkeit absichern. Deshalb hat sie gesetzlich geregelt, dass seit 2014 jedermann seine Beiträge für die Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung steuerlich absetzen kann – und zwar vollständig. Das Ziel: Möglichst viele Berufstätige sollen sich einen Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente sichern.

Eine BU-Police zählt zu den wichtigsten Versicherungen – darüber sind sich Politiker mit Versicherern und Verbraucherschützern einig. Eine seltene Allianz! Jeder Berufstätige muss sich in der Tat die Frage stellen, wie im Falle von Berufsunfähigkeit das fehlende Einkommen generiert werden kann.

Wer eine entsprechende Police abgeschlossen hat, erhält normalerweise eine Berufsunfähigkeitsrente bis zum normalen Beginn der Altersrente. Je nach Berufsrisiko zahlt er für diese Absicherung Beiträge in unterschiedlicher Höhe. Leider zählen BU-Versicherungen nicht gerade zu den Policen, die für kleines Geld zu haben sind – vielleicht ein Grund dafür, dass mancher mit dem Abschluss zögert.

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Gesetzliche Regelung mit Haken

17 Millionen Verträge existieren derzeit, die den Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente sichern sollen. Bei 42 Millionen Erwerbstätigen ist das nicht wirklich viel. Zudem sind fast 14 Millionen dieser Verträge Zusatzversicherungen, die an einen Hauptvertrag gekoppelt sind. Grund genug für die Regierung, gesetzlich tätig zu werden.

Gemäß Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz lassen sich Beiträge nun komplett steuerlich absetzen. Das müsste – so das Kalkül der Regierung – BU-Policen für jeden erschwinglich machen. Doch die gesetzliche Regelung hat einen Haken. Die Förderung bezieht sich nur auf Verträge, die im BU-Fall eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente bis zum Lebensende garantieren.

Das sehen aber derzeit die allerwenigsten Policen vor: Die BU-Rente endet üblicherweise, wenn die Altersrente startet. Und das ist auch sinnvoll. Denn die gesetzlich geforderte "Qualität" der Angebote würde vor allem eines bedeuten: höhere Beiträge.

Wann kommt die „neue Berufsunfähigkeitsrente“?

Kein Wunder, dass die Branche bislang den Ball noch nicht aufgenommen hat. Sie befürchtet wohl die mangelnde Akzeptanz der dann erheblich teureren Angebote. Da könnte was dran sein. Denn so schön die gesetzlich vorgesehene Steuerersparnis ist: Den höheren Policenpreis wird sie wohl kaum kompensieren.

Gleichwohl würde die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente bis zum Lebensende einen natürlich erheblichen Qualitätssprung bedeuten. Insofern besteht Hoffnung, dass vielleicht doch noch entsprechende Policen auf den Markt kommen.

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