Berufsunfähigkeitsschutz: Freie Berufe häufig mit Sonderregelungen

Privater Berufsunfähigkeitsschutz auch für Freiberufler sinnvoll

Für freie Berufe existiert kein gesetzlicher Berufsunfähigkeitsschutz. Jeder muss also selbst dafür Sorge tragen, im Falle einer Berufsunfähigkeit ausreichend abgesichert zu sein. Je nach dem konkreten Beruf können die Erfordernisse für die Vorsorge ganz unterschiedlich aussehen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigsten Policen für Berufstätige. Wird eine Berufsunfähigkeit für einen bestimmten Mindestzeitraum diagnostiziert, zahlt die Versicherung regelmäßige Leistungen in vereinbarter Höhe. Normalerweise fließt das Geld schon dann, wenn sich die Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen um mindestens 50 Prozent vermindert. Etwa jeder vierte Berufstätige wird vorzeitig berufsunfähig.

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Künstler haben oft zu geringen Berufsunfähigkeitsschutz

Für freie Berufe empfiehlt sich grundsätzlich ein privater Berufsunfähigkeitsschutz. Das ist insbesondere dann vonnöten, wenn keine anderweitigen Absicherungen (zum Beispiel durch eine Kammer) bestehen. Bestimmte freie Berufe wie zum Beispiel Journalisten, Künstler, Musiker oder Autoren können sich in der Künstlersozialkasse versichern; aufgrund der dort erworbenen Rentenansprüche erfüllen sie auch die nötigen Voraussetzungen zum Erhalt einer gesetzlichen Erwerbsminderungsrente.

Allerdings: Diese Rente fällt normalerweise alles andere als üppig aus, da der Staat die in früheren Jahrzehnten gewährten Leistungen für den Fall von Berufsunfähigkeit deutlich zurückgefahren hat.

Außerdem sind die bei der Künstlersozialkasse angegebenen Einkünfte im Schnitt relativ niedrig. Auch daraus ergibt sich ein nur sehr mäßiger Berufsunfähigkeitsschutz. Eine private BU-Versicherung macht also in vielen Fällen Sinn.

Zusätzlicher BU-Schutz ist auch für freie Berufe mit Versorgungswerken empfehlenswert

Eine Sonderstellung genießen die so genannten Kammerberufe. Zu ihnen zählen Architekten, Rechtsanwälte, Notare, Ärzte, Apotheker und noch einige mehr. Angehörige dieser Berufe sind Pflichtmitglieder in den jeweiligen berufsständischen Versorgungswerken. Zu ihrer geregelten Altersversorgung gehört auch ein bereits inkludierter Berufsunfähigkeitsschutz.

Die Leistungen solcher Policen sind allerdings in der Regel geringer als bei privaten BU-Versicherungen. Ein Rentenanspruch entsteht häufig erst bei einer hundertprozentigen Berufsunfähigkeit. Deshalb empfiehlt es sich, mittels einer privaten Ergänzungspolice für einen umfassenderen Berufsunfähigkeitsschutz zu sorgen.

Ärzte, Apotheker oder Rechtsanwälte müssen sich auch darüber im Klaren sein, dass sie im BU-Falle ihre Zulassung zurückgeben müssen. Anderenfalls erhalten sie keine dauerhafte Rente von ihrem Versorgungswerk.

Detaillierte Auskünfte zu Fragen des privaten Berufsunfähigkeitsschutzes erteilen Fachberater, die sich in der Materie bestens auskennen. Nach Analyse der persönlichen Situation empfehlen sie eine geeignete BU-Versicherung für freie Berufe.

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