Berufsunfähigkeitsschutz: Tipps von der Verbraucherzentrale

Verbraucherschützer veröffentlichen Ratgeber zum Thema Berufsunfähigkeitsschutz

Im Ratgeberbuch „Berufsunfähigkeit gezielt absichern“ gibt die Verbraucherzentrale NRW zahlreiche Tipps zum Thema Berufsunfähigkeitsschutz. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die vertragliche Ausgestaltung von Berufsunfähigkeitsversicherungen gelegt. Damit wollen die Autoren des Ratgebers Verbrauchern einen Leitfaden in die Hand geben, der sie zielsicher durch das Vertragsdickicht der Berufsunfähigkeitsversicherung führt.

Die zusätzliche Absicherung der Arbeitskraft sollte für Jeden Bestandteil der individuellen Finanzplanung sein. Denn im Falle einer Berufsunfähigkeit stehen Menschen ohne Vorsorge vor erheblichen finanziellen Verlusten. Zwar bietet die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) betroffenen Versicherten eine Erwerbsminderungsrente; die aber deckt nur einen Bruchteil des Berufsunfähigkeitsrisikos ab. Die daraus resultierenden Versorgungslücken können mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung geschlossen werden. Im Ratgeber „Berufsunfähigkeit gezielt absichern“ zeigen die Autoren der Verbraucherzentrale NRW auf, worauf Verbraucher bei der Ausgestaltung des Berufsunfähigkeitsschutzes besonders achten sollten.

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Die 64er brauchen Berufsunfähigkeitsschutz mit Endalter 67

Mit Blick auf die Vertragsdauer empfehlen die Autoren, die Laufzeit so zu vereinbaren, dass ein nahtloser Übergang in den gesetzlichen Ruhestand gewährleistet ist. Für Männer und Frauen ab Jahrgang 1964 folgt daraus, dass der Berufsunfähigkeitsschutz bis zum Endalter 67 laufen sollte. Denn für die 64er und alle Jahrgänge danach gilt, dass sie für die volle gesetzliche Rente bis zur Vollendung des 67.Lebensjahres arbeiten müssen.

Aufgrund des hohen Berufsunfähigkeitsrisikos in der Altersgruppe ab 60 ist die Absicherung bis 67 vergleichsweise teuer. Als möglichen Lösungsweg zeichnet der Ratgeber ein Splittingmodell. Es umfasst zwei Verträge. Der erste Vertrag läuft bis zum Endalter 67, der Zweite endet bereits mit 60. Die verbleibende Versorgungslücke könne demnach anderweitig, zum Beispiel mit hierfür angespartes Kapital geschlossen werden.

Einjährig kalkulierte Policen interessant für Berufseinsteiger

Als verbraucherfreundlich werden die einjährig kalkulierten Berufsunfähigkeitsversicherungen eingestuft. In diesen Tarifen wird das Risiko jahrgangsbezogen betrachtet. Im Vergleich zur klassischen Kalkulation sind die Prämien in dieser Variante am Anfang niedriger. Demgegenüber stehen aber vergleichsweise hohe Prämien in den späteren Versicherungsjahren. Da in der Regel mit zunehmendem Alter höhere Einkommen zur Verfügung stehen, ist das oftmals unproblematisch. Gerade für Berufseinsteiger ist das eine interessante Alternative. Sie können sich so eher einen Berufsunfähigkeitsschutz leisten.

Zudem weisen die Autoren die Verbraucher darauf hin, dass wichtige Aspekte des Berufsunfähigkeitsschutzes im Bedingungswerk enthalten sein sollten. Dazu zählen der Verzicht auf die abstrakte Verweisung, die Nachversicherungsgarantie sowie ein sechsmonatiger Prognosezeitraum. Verbraucher sollten außerdem auf eine seriöse Beratung achten. Strukturvertriebe sollten nach Meinung der Autoren gemieden werden.

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