Berufsunfähigkeitsversicherung: Beiträge sind Sonderausgaben

Berufsunfähigkeitsversicherung: Beiträge sind Sonderausgaben

Wer regelmäßig Beiträge zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung entrichtet, kann dies als Sonderausgaben geltend machen. Was nicht geht, ist eine Ansetzung als Werbungskosten. Das wurde jetzt in höchster richterlichter Instanz entschieden.

Nach Angaben des Wirtschafts- und Rechtsinformationsdienstes LexisNexis sind die Ausgaben für eine Berufsunfähigkeitsversicherung keineswegs als Werbungskosten im steuerlichen Sinne anrechenbar. Das hat der Bundesfinanzhof (Az.: VI B 64/04) entschieden. Hauptargument der Münchner Richter: Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Personenversicherung. Sie befasst sich zwar mit beruflichen Voraussetzungen und Qualifikationen, aber deckt letztlich ein privates Risiko ab.

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Berufsunfähigkeitsversicherung mit Rürup kombinieren

Nach Angaben von LexisNexis führt nur die Kombination mit einer Rürup-Rente zu steuerlichen Vorteilen. Dann sind nämlich die Prämien – wie bei der Rürup-Rente üblich – steuerlich absetzbar. Im laufenden Jahr liegt der Steuerbonus bei 60 Prozent. Der Gesetzgeber lässt diesen Wert in den kommenden Jahren allerdings auf 100 Prozent steigen – jedes Jahr um zwei Prozentpunkte. Die Beiträge können also perspektivisch vollständig von der Steuer abgesetzt werden.

Beiträge sind Sonderausgaben – auch für Freiberufler

Auch Freiberuflern und Selbstständigen bleibt ausschließlich die Kombination mit Rürup. Denn der Bundesfinanzhof schließt auch sie in sein Urteil ein: Es ist weder eine Geltendmachung als Werbungskosten noch als Betriebsausgaben möglich – das gelte für Kosten zur Aufrechterhaltung der Gesundheit generell. Sie sind – unabhängig vom Motiv des Vertragsabschlusses – lediglich als Sonderausgaben anrechenbar.

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