Berufsunfähigkeitsversicherung muss zahlen

Berufsunfähigkeitsversicherung muss zahlen

Mit einem eindeutigen Urteil hat das Oberlandesgericht Frankfurt die Rechte der Versicherten gestärkt. Die Nennung von allgemeinen Gesundheitsleiden und Krankheiten genügt beim Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Police. Typische Symptome müssen nicht aufgeführt werden.

Mit diesem Urteil hat sich das Oberlandesgericht Frankfurt über den Urteilsspruch des Landgerichts hinweggesetzt. Dieses hatte noch entschieden, dass eine Versicherung die Zahlung einer Rente verweigern kann, wenn gravierende Symptome einer Krankheit nicht genannt wurden und diese letztlich zur Berufsunfähigkeit führten. Das gälte nach Auffassung der Richter am Landgericht auch dann, wenn auf die Krankheit selbst hingewiesen wurde.

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Wurde der Versicherung eine Krankheit verschwiegen?

Im vorliegenden Fall hat der Versicherte angegeben, er leide unter Heuschnupfen. Später musste er seinen Beruf wegen Atembeschwerden aufgeben. Die Versicherung argumentierte, dass der Versicherte seine Atembeschwerden verschwiegen hätte. Es stellte sich den Richtern nun die Frage, inwieweit die Angabe Heuschnupfen die späteren Beschwerden und den Auslöser der Berufsunfähigkeit einbezogen hatte.

Oberlandesgericht: Symptome müssen nicht genannt werden

Das Oberlandesgericht argumentierte, es sei allgemein bekannt, dass Atembeschwerden zu den typischen Symptomen bei Heuschnupfen zähle. Der Versicherer war über den Heuschnupfen vor Vertragsabschluss unterrichtet worden und musste damit rechnen, dass eine Berufsunfähigkeit wegen Atembeschwerden einsetzen könnte. Der Versicherte hat also keine wichtigen Informationen vorenthalten. Damit wurde die Versicherung zur Zahlung einer lebenslangen Berufsunfähigkeitsrente verpflichtet.

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