Immer sinnvoll: eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvolle Kriterien für die Auswahl

Manche Experten lehnen sich weit aus dem Fenster: Sie halten eine Berufsunfähigkeitsversicherung für wichtiger als Altersvorsorge. Man muss nicht derselben Meinung sein, aber eines steht fest: Sinnvoll ist die frühzeitige Absicherung gegen Berufsunfähigkeit (BU) auf jeden Fall. Der richtige Abschluss ist allerdings alles andere als ein Kinderspiel.

Der ausgeübte Beruf ist ausschlaggebend dafür, ob man einen guten BU-Schutz erhält. Freuen können sich alle, die einen Beruf mit nur geringen Gefahren ausüben, zum Beispiel Notar: Die Beiträge sanken in den letzten Jahren. Berufe mit relativ hohen Risiken wurden dagegen teurer. Dazu zählen neben Dachdeckern auch Stewardessen, Nachtwächter, Physiotherapeuten, Pflasterer, Estrichleger, Rangierbegleiter, Reinigungskräfte, Gleisbauer, Poliere und Reitlehrer. Körperlicher Verschleiß, häufige Unfälle oder wachsender Stress – solche Faktoren sind es, die über eine günstige oder ungünstige Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden.

Tarif-Check: Die besten BU-Tarife im Vergleich
Meine Vorgaben für den Anbieter-Tarif-Vergleich
Bitte Versicherung wählen …
Ich interessiere mich für …
Monatliche Rente bei Berufsunfähigkeit
Versicherungsdauer bis zum Alter …
Priorität (Mir ist wichtig …)
Stempel Info Service

Die wichtigsten Tipps für einen guten BU-Schutz

Eines vorweg: Versicherungsbedingungen von BU-Policen sind alles andere als einfach zu verstehen. Am sinnvollsten ist es, wenn man Fachleute heranlässt: Sie kennen sich im Paragrafendschungel am besten aus. Wichtig sind auf jeden Fall folgende Features:

  • Ausreichende Absicherung: 80 Prozent des Nettoeinkommens sind nach Expertenmeinung nötig, um im Schadensfall über die Runden zu kommen. Eine ausreichende Höhe ist vor allem deshalb sinnvoll, da es bis zur Rente noch eine lange Zeit sein kann.
  • Der Versicherungsschutz sollte bis zum Renteneintritt gelten und nicht etwa schon mit dem 50. oder 55. Lebensjahr enden.
  • Abstrakte Verweisung: Diese kundenunfreundliche Klausel sollte Schnee von gestern sein. In älteren Policen findet sie sich noch häufig: Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt keinen Cent, wenn der Betroffene theoretisch noch einen Job finden könnte – egal in welchem Bereich.

Sinnvoll: Dynamik ins Spiel bringen

Dynamik ist ein wichtiges Stichwort für BU-Schutz. Schließlich ist es besonders sinnvoll, wenn Versicherungsnehmer die Beitragshöhe später anpassen können – je nach Entwicklung der persönlichen Lebenssituation. Außer dieser „Beitragsdynamik“ spielt auch die „Leistungsdynamik“ eine Rolle: Kunden können vereinbaren, dass sich die ausgezahlte Rente stetig erhöht.

Dynamik ist aber auch beim Zahlungsbeginn gefragt. Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt rückwirkend, wenn der Versicherte nach sechs Monaten Arbeitsunfähigkeit für weitere sechs Monate krankgeschrieben wird.

Vorsorge-News jetzt auch bei
Facebook, Twitter & Google+
+++ Berufsunfähigkeit & Dienstunfähigkeit: Übersicht aller Beiträge – Seit +++ Altersvorsorge: Indexfonds schlagen Rentenversicherung & Co. +++ Berufsunfähigkeitsversicherung: sinnvolle Kriterien für die Auswahl +++

Tücken beim Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung

Beim Ausfüllen des Antrags auf Berufsunfähigkeitsversicherung ist höchste Konzentration angesagt. Die Gesundheitsfragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden, anderenfalls kann der Versicherer seine Leistungen verweigern. Wer erhebliche Vorerkrankungen hat und diese korrekt angibt, muss allerdings mit der Ablehnung seines Antrags rechnen.

Negativbescheide landen häufig in einem Datenbank-Verbund der Versicherer – schlecht für jemanden, der später wieder einen Antrag stellen möchte. Sinnvoller sind anonyme Voranfragen. Unabhängige Versicherungsberater können helfen, gleichzeitig Risikovoranfragen an mehrere Versicherer zu richten. Der Vorteil: Die Datenbanken werden nicht mit Negativbescheiden gefüttert.