Berufsunfähigkeitsversicherung: Tarife für Einsteiger

Berufsunfähigkeitsversicherungen bieten Einstiegstarife mit Zuschnitt auf Berufsanfänger

Einsteiger-Tarife locken Berufsanfänger mit günstigen Prämien für einen Berufsunfähigkeitsschutz. Im Zeitverlauf nehmen die Beiträge zu und übersteigen dann das Preisniveau herkömmlicher Berufsunfähigkeitsversicherungen. Gerade für Berufseinsteiger kann das aber eine interessante Option zur Absicherung der Arbeitskraft sein. Im Beratungsgespräch sollte ein besonderes Augenmerk auf das Leistungsspektrum gelegt werden.

Mit Blick auf das wenig üppige Portemonnaie zeigen sich Berufseinsteiger beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung mitunter knauserig. Um ihnen den Abschluss schmackhafter zu machen, bieten eine Reihe von Versicherern Einsteiger-Tarife an. Diese zeichnen sich durch vergleichsweise niedrige Beiträge in den ersten Versicherungsjahren aus. Demgegenüber stehen allerdings relativ hohe Beiträge in späteren Phasen. In einer Gesamtschau zahlen Verbraucher in dieser Tarifvariante mehr für eine Berufsunfähigkeitsversicherung als bei normalen Policen.

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Abstrakte Verweisung bei Einstiegstarifen ausschließen

Das Prinzip ist einfach: Einstiegsmodelle kosten weniger als Normaltarife. Der Unterschiedsbetrag fällt aber nicht unter den Tisch, sondern wird auf die späteren Jahre verteilt. Der Vorteil für Verbraucher: Sie kommen gegen günstige Prämien in den Genuss einer vernünftigen Berufsunfähigkeitsversicherung. Gerade für junge Geringverdiener ist das ein schlagendes Argument. Der zunehmende Prämienaufwand in der Zukunft tut oftmals nicht weh. Schließlich steigen in der Regel auch die Löhne und Gehälter mit fortschreitender Erwerbsdauer.

Verbraucher sollten bei den Einsteiger-Tarifen allerdings auf ein gut geschnürtes Leistungspaket achten – und nicht etwa auf elementare Leistungen verzichten. In jedem Fall sollte die „abstrakte Verweisung“ ausgeschlossen sein. Diese gewährleistet bei Berufsunfähigkeit einen vollumfänglichen Berufsschutz – man kann also nicht auf fremde Berufe verwiesen werden.

Berufsunfähigkeitsversicherungen mit „Bruchstelle“ meiden

Zudem sollten Verbraucher darauf achten, dass der Berufsunfähigkeitsschutz in der Einsteiger-Police dauerhaft angelegt ist. Hintergrund ist, dass manche Anbieter einen Einsteigertarif mit Option auf einen Anschlussvertrag bieten. Die Umstellung vom Einsteiger- auf den Normaltarif muss hierbei vom Versicherten aktiv angestoßen werden.

Das Analysehaus Franke & Bornberg hat den Markt für Einsteiger-Tarife unter die Lupe genommen. Die Bayern-Versicherung, Continentale, Ergo, HDI-Gerling und die Würtembergische bieten Einstiegsmodelle mit solchen „Bruchstellen“. Wer hier die Umstellung nach der Einstiegsphase innerhalb der Frist verpasst, verliert seinen Berufsunfähigkeitsschutz. Echte Einsteiger-Tarife bieten nach Angaben der Ratingagentur dagegen der Volkswohl Bund, Generali, LV 1871, ERGO Direkt und die Dialog Leben.

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Umfassende Informationen über die Beitragsentwicklung einholen

Verbraucherschützer empfehlen, sich umfassend über die zukünftige Beitragsentwicklung der Einsteiger-Tarife beraten zu lassen. Böse Überraschungen können so vermieden werden. Über einen unabhängigen Versicherungsmakler können Verbraucher zudem mehrere Angebote einholen und sie miteinander vergleichen. Auf diese Weise lassen sich die besten Angebote filtern. Ebenso bietet sich eine Gegenüberstellung der Einstiegsmodelle mit Normaltarifen an. So lässt sich errechnen, wie viel sich die Assekuranzen die Beitragsverlagerung in die Zukunft kosten lassen.

Die Einstiegsmodelle sind in jedem Fall zu begrüßen. Denn sie schaffen zusätzliche Anreize für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung – und die ist unabdingbar.