Berufsunfähigkeitsversicherung: Teuer für den Dachdecker

Berufsunfähigkeitsversicherung: Teuer für den Dachdecker

Obwohl es weiterhin eine gesetzliche Unfallversicherung und – zumindest auf dem Papier – eine Erwerbsminderungsrente gibt, sollte jeder Berufstätige auch privat vorsorgen. Aber was für die kaufmännische Angestellte recht günstig ist, ist für den Dachdecker alles andere als billig.

Eine so genannte Erwerbsminderungsrente wird in manchen Fällen – insbesondere bei den vor 1961 Geborenen – von den gesetzlichen Rentenversicherungsträgern gezahlt. Ob die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte oder die Landesversicherungsanstalten aber tatsächlich überweisen, hängt auch vom Grad der Berufsunfähigkeit ab. Eines trifft aber immer zu: Die Rente ist äußerst mager. Im Schnitt werden bei voller Erwerbsminderung 700 Euro im Monat bezahlt. Wer noch Teilzeit arbeiten kann, erhält im Schnitt 400 Euro.

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„Gefahren geneigte Berufe“ erfordern einen höheren Beitrag

Keine Frage, dass damit der bisherige Lebensstandard nicht gehalten werden kann. Daher ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt notwendig – für alle Berufsgruppen. Doch diese werden ziemlich unterschiedlich behandelt, was den Beitrag angeht. Eine 35-jährige kaufmännische Angestellte muss beispielsweise nur rund 1.000 Euro im Jahr an Beitrag zahlen, um eine private Berufsunfähigkeitsrente von 1.500 Euro im Monat zu erlangen. Der gleichaltrige Dachdecker, dessen Beruf höhere Risiken birgt, muss mit mehr als doppelt so viel rechnen.

Versorgungslücke ist der Maßstab für die Höhe der Versicherung

Ob man einer „Gefahren geneigten Berufsgruppe“ angehört oder nicht, sollte aber keine Rolle spielen. Denn entscheidend für den Abschluss ist die durch die Berufsunfähigkeit entstehende Versorgungslücke. Und die ist – ob groß oder klein – fast bei jedem vorhanden. In der Regel entspricht sie dem Nettoeinkommen, über das man zu Zeiten der Berufstätigkeit verfügte. Nur die wenigen, bei denen die gesetzliche Absicherung greift, können sich diesen Betrag vom Nettoeinkommen abziehen, um die Versorgungslücke zu berechnen. Für wen das zu einem zu hohen Beitrag führt, der sollte zumindest eine Deckung von 80 Prozent der Lücke anstreben.

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