Berufsunfähigkeitsversicherung: Beamte genießen Vorteile

„Beamtenklausel“ bringt in der Berufsunfähigkeitsversicherung große Vorteile

Viele Versicherungsnehmer beklagen sich, dass bei Berufsunfähigkeit ihre Ansprüche oft nur mühsam durchzusetzen sind. Da haben es kluge Beamte gut, wenn sie bei ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung alles richtig machen. Wer den Beamtenstatus besitzt und in seinem Vertrag zusätzlich die so genannte „Beamtenklausel“ vereinbart hat, ist nämlich fein aus dem Schneider.

Die „Beamtenklausel“ erleichtert dem Versicherungsnehmer den Nachweis einer Berufsunfähigkeit – und das ganz erheblich. Die dienstrechtliche Einstufung des Beamten als „dienstunfähig“ führt automatisch zur „Berufsunfähigkeit“ im Versicherungssinne. Der Versicherer kann den Beamten auch nicht auf einen anderen Beruf verweisen. Die vereinbarte Klausel bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte verwehrt dem Versicherer sogar das Recht zu einer Nachprüfung des gesamten Vorgangs.

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Im Normalfall schwierige Beweisführung

Ohne eine derartige Klausel müssen Versicherungsnehmer – ob Beamte oder nicht – ihren Anspruch im Falle einer Berufsunfähigkeit umfassend nachweisen. Kommt es zu einem Prozess, so muss der Versicherungsnehmer sein zuletzt ausgeübtes Berufsbild sehr konkret vortragen. Sodann muss er nachweisen, aufgrund welcher (meist krankheitsbedingter) Beschwerden er berufsunfähig ist. Er trägt also die Beweislast für die Darlegung, dass er – im Allgemeinen zu 50 Prozent – seine berufliche Tätigkeit nicht mehr ausüben kann. Der genaue prozentuale Grad der Beeinträchtigung ist allerdings oft nur schwer ermittelbar und noch schwieriger beweisbar. Hinzu kommt, dass Versicherungen ihre Klienten gerne auf andere Berufe „verweisen“. Dabei müssen aber beispielsweise erhebliche Gehaltseinbußen vom Versicherungsnehmer nicht hingenommen werden.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit der richtigen Klausel enthebt Beamte vieler Sorgen

Alle diese Probleme hat ein Staatsdiener nicht, wenn er eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer ausdrücklichen Beamtenklausel abgeschlossen hat. Diese Klausel kann im Einzelnen eine geringfügig unterschiedliche Wortwahl haben. Sie muss aber enthalten, dass eine Berufsunfähigkeit vorliegt, wenn ein Beamter wegen Dienstunfähigkeit entlassen oder in den Ruhestand versetzt wurde. Beamte sollten also auf jeden Fall darauf achten, dass ihre spezielle Berufsunfähigkeitsversicherung diese Klausel enthält. Natürlich greift diese Regelung nicht bei Entlassungen aufgrund eines disziplinarischen Fehlverhaltens. Das Gericht prüft im Zweifelsfall, welcher formelle Inhalt zur Entlassung oder zur Versetzung in den Ruhestand führte.

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Ohne „Beamtenklausel“ kann es bei Berufsunfähigkeit Probleme geben

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne den Einschluss der Dienstunfähigkeitsklausel kann dem Beamten im Falle eines Falles sogar überraschende Schwierigkeiten bescheren. Die Versicherung akzeptiert dann – erwartungsgemäß – nicht die Gleichstellung von „Dienstunfähigkeit“ und „Berufsunfähigkeit“. Darüber hinaus aber argumentiert manche Versicherung in solchen Fällen mit dem Dienstrecht der Beamten: Sie stellt auf Regelungen des Dienstrechts ab, dass Beamte auch anderweitig verwendet werden können als im zuletzt ausgeübten Bereich. Dann steht der Versicherungsnehmer plötzlich in der Beweispflicht, dass dies seiner Meinung nach unmöglich ist und muss auch triftige Gründe hierfür anführen. Die Gerichte allerdings lassen sich häufig auf diese Argumentation der Versicherungen nicht ein.