BU-Versicherungen: Passende Überschussbeteiligung kann Geld sparen

Bei BU-Versicherungen können Kunden die Form ihrer Überschussbeteiligung oft selbst wählen

BU-Versicherungen kalkulieren konservativ. Sie nehmen mehr an Beiträgen ein als sie zur gleichen Zeit brauchen. So schützen sie sich – und die Versicherten – davor, fällige Leistungen nicht zahlen zu können. Für den Kunden bedeutet das: Er hat grundsätzlich Anspruch auf Überschüsse, die durch großzügig kalkulierte Einzahlungen entstanden sind. Die Versicherungen nennen das Überschussbeteiligung.

Kunden können in verschiedener Form an den Überschüssen beteiligt werden. Neben der verzinslichen Ansammlung existieren die Möglichkeiten einer Bonusrente sowie einer Beitragsverrechnung. Meist können sich die Kunden eine der drei Optionen aussuchen. Damit haben sie grundsätzlich auch die Wahlmöglichkeit, ob sie überschüssiges Geld selbst in die Hand nehmen wollen oder ob sie es den BU-Versicherungen überlassen wollen, die es auf dem Kapitalmarkt anlegen.

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Bonusrente und verzinsliche Ansammlung: Kein Einfluss des Kunden auf sein Geld

Bei einer vereinbarten Bonusrente zahlen die BU-Versicherungen im Leistungsfall mehr als vertraglich vereinbart. Der Effekt ist also ähnlich wie eine höhere vereinbarte Versicherungssumme – mit dem Unterschied, dass die Bonusrente nicht garantiert ist. Wer im Falle einer Berufsunfähigkeit garantierte hohe Zahlungen möchte, sollte also lieber sofort eine höhere Versicherungssumme vereinbaren.

Eine Überschussbeteiligung in Form einer verzinslichen Ansammlung sieht dagegen vor, dass der Kunde am Ende der Vertragslaufzeit eine Extra-Schlusszahlung erhält. Er profitiert in diesem Fall also auch dann von seinem Vertrag, wenn er nicht berufsunfähig wird. Allerdings hat er zu dieser Überschussbeteiligung durch seine entsprechend hohen Einzahlungen auch selbst erheblich beigetragen. Wirkliche Vorteile entstehen nur dann, wenn die BU-Versicherungen die Kundengelder optimal angelegt haben.

Gute Form der Überschussbeteiligung: die Beitragsverrechnung

Als dritte Möglichkeit der Überschussbeteiligung existiert schließlich die so genannte Beitragsverrechnung. In diesem Fall geben die BU-Versicherungen einen Teil der Überschüsse sofort an den Kunden weiter. Sie rechnen also die zu erwartenden Überschüsse direkt in die Beiträge ein. Für den Kunden ergeben sich dadurch erhebliche Einsparungen, die bis zu 50 % betragen können.

Experten empfehlen Kunden grundsätzlich, diese Form der Überschussbeteiligung zu wählen. Der Vorteil besteht vor allem darin, dass Kunden eigenständig über die eingesparten Beträge verfügen können. Ganz clevere Kunden vereinbaren mit Hilfe der gesparten Gelder von vorneherein ein höheres Rentenniveau. Sie sichern sich damit einen hochwertigen Berufsunfähigkeitsschutz zu einem günstigen Beitragssatz.

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Kunden sollten Tarife der BU-Versicherungen genau prüfen

So schön Überschussbeteiligungen grundsätzlich sind – so wenig sind sie wirklich garantiert. So können für das Vertragende vereinbarte „verzinsliche Ansammlungen“ gering ausfallen. Genauso kann eine für den Leistungsfall vereinbarte Bonusrente magerer als erwartet sein..

Doch auch wer die Variante „Beitragsverrechnung“ wählt, spart nicht immer Geld. In Extremfällen kann der zu zahlende Nettobetrag dem maximal möglichen Bruttobetrag entsprechen; der Einspareffekt ist dann gleich Null. BU-Versicherungen können nämlich je nach Notwendigkeit die Beiträge jederzeit erhöhen. Kunden sollten deshalb einen genauen Blick auf die Tarifbedingungen werfen. In ihnen sind nicht nur die (niedrigen) Nettobeiträge aufgeführt, sondern auch die Bruttobeiträge. Sie bilden die mögliche Tarif-Obergrenze und sollten nicht extrem hoch liegen..

Weitere Tipps zu BU-Versicherungen erhält man bei unabhängigen Experten. Sie helfen bei der Auswahl und beim Abschluss des passenden Vertrages.

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