BUV-Beiträge sind keine Werbungskosten, sondern Sonderausgaben

BUV-Beiträge sind in der Regel keine Werbungskosten

Wie setze ich meine Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung ab? Bei dieser Frage zeigt sich der Gesetz leider nicht so großzügig, wie es für ein so sinnvolles, aber auch kostspieliges Produkt angemessen wäre.

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (Az. VI B 64/04) kann die private Berufsunfähigkeitsversicherung steuerlich nicht als Werbungskosten abgesetzt werden. Die Beiträge stellen lediglich begrenzt abzugsfähige Sonderausgaben dar. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatz zu einer staatlich geförderten Rürup-Rente abgeschlossen wird, dann wird auch diese Police mit Ihren Beiträgen als Werbungskosten anerkannt.

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Berufsunfähigkeitsversicherung zur Erhaltung eines Unternehmens

Hintergrund: Ein Unternehmer argumentierte, seine Berufsunfähigkeitsversicherung diene ausschließlich der Erhalt seines Betriebs. Denn sollte er selbst erkranken, so reichten die Zahlungen der Versicherung, um den eigenen Lebensunterhalt zu sichern. So weit so gut. Aber seine Argumentation ging noch weiter: Die betrieblichen Erträge würden dann von ihm nicht benötigt und er könnte einen Geschäftsführer einstellen. Dieser sollte ihn dann ersetzen, der Betrieb und die damit verbundenen Arbeitsplätze würden erhalten.

BUV-Beiträge sind Betriebsausgaben nur im Zusammenhang mit Rürup-Rente

Die klare Antwort des Bundesgerichtshofes war aber: nein. Denn das Risiko einer Berufsunfähigkeit sei ein privates. Das gälte auch im vorliegenden Fall, wo die Existenz eines Betriebs möglicherweise von einer Berufsunfähigkeits-Police abhängt. Die Konsequenz: Die volle Absetzbarkeit der Beiträge als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben ist nicht möglich, lediglich der begrenzte Steuerabzug als Sonderausgaben kommt in Frage. Nur bei der Kombination mit einer Rürup-Rente gilt auch für den Betriebsinhaber: Es werden die BUV-Beiträge wie die Rürup-Beiträge selbst behandelt und können steuerlich voll geltend gemacht werden.

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