Deutsche Krankenversicherung: Die DKV stoppt Ausbau von „goDentis“

Weniger DKV-Zentren, mehr Individualleistungen: Deutsche Krankenversicherung mit neuen Konzepten

Weg von großen, zentralen Einrichtungen, hin zu individuellen Angeboten und Pflegeleistungen: das ist der neue Weg, den die Deutsche Krankenversicherung (DKV) eingeschlagen hat. Nach dem Ausbaustopp der goMedus-Zentren geht es jetzt den goDentis-Aktivitäten an den Kragen: Die zahnärztlichen Zentren der DKV geraten nun ebenfalls in die Sackgasse.

Die Deutsche Krankenversicherung hat ihr gesamtes Gesundheitsmanagement einer Überprüfung unterzogen. Ergebnis: Ausbauende der Gesundheitszentren. Nun trifft es also auch die goDentis-Zentren. Unter diesem Logo waren bislang 350 Praxen mit rund 680 Zahnärzten zusammengeschlossen. Die DKV will das Netz ab sofort nicht mehr erweitern. Grundsätzlich will der führende PKV-Versicherer aber weiterhin mit Partnern zusammenarbeiten.

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Deutsche Krankenversicherung will Strategie ändern

Bereits 2003 hatte die Deutsche Krankenversicherung das erste goMedus-Zentrum in Betrieb genommen. Ärzte arbeiten dort freiberuflich für den Versicherer; sie zahlen Miete und eine Verwaltungsgebühr. Das Konzept sollte der DKV Kosten sparen und den Kunden eine besonders reibungslose Abwicklung sichern. Doch die Idee kam nicht so gut an wie erhofft. Offensichtlich wollen viele Kunden doch völlig frei und ungebunden ihre Arztwahl treffen.

Die Deutsche Krankenversicherung zieht ihre Konsequenzen, indem sie die Abteilung „strategisches Gesundheitsmanagement“ auflöst. Der Ausbaustopp betrifft nun auch das zahnärztliche goDentis-System. Die DKV will sich aber keineswegs von der Idee trennen, mit Partnern zusammenzuarbeiten. In Zukunft soll aber die Kooperation anders aussehen als bisher.

Mehr Zahnärzte sollen mit der DKV zusammenarbeiten

Gefragt sind nun Zahnärzte, die mit der DKV zusammenarbeiten, ohne das goDentis-Logo zu verwenden. Hintergrund: Bei manchen Tarifen können DKV-Kunden höhere Erstattungen bekommen, wenn sie zu bestimmten Zahnärzten gehen. Kunden, die einen solchen Tarif gewählt haben, sind mit der aktiven Steuerung durch den Versicherer grundsätzlich einverstanden.

Dabei will sich die Deutsche Krankenversicherung intensiv um die Qualität des Angebots kümmern. So gehört es sich beispielsweise für den Zahnersatz, dass er das Siegel „Made in Germany“ besitzt. Durch das zukünftig vereinfachte Konzept dürfte auch die Zahl der Anlaufstellen für die Kunden steigen, die bisher noch relativ gering war.

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Mehr Aktivitäten im Pflegebereich

Insgesamt will der Versicherer zukünftig mehr auf individuelle Bedürfnisse der Kunden eingehen. Kunden mit schweren Erkrankungen werden gezielt begleitet und erhalten besondere Angebote. Allen Kunden sollen zukünftig mehr Beratungs- und Informationsmöglichkeiten präsentiert werden. Außerdem wird das Projekt „miCura“ ausgebaut: Darunter versteht die DKV die Abdeckung des wachsenden Pflegebedarfs. Der Versicherer möchte verstärkt Franchise-Verträge mit Pflegediensten abschließen. Dies dürfte auch eine Reaktion sein auf die zunehmende Nachfrage in diesem Bereich.

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