Deutsches Institut für Altersvorsorge: Euro-Krise sorgt Bevölkerung
Euro- und Schuldenkrise verunsichert viele Sparer
Die neueste Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge zeigt: Private Altersvorsorge nimmt einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung ein. Die Frage nach der Stabilität des Euro führt bei den Umfrageteilnehmern jedoch zu Irritationen.

Seit mehreren Jahren befragt das DIA (Deutsches Institut für Altersvorsorge) in jedem Quartal rund eintausend Erwerbstätige nach ihren Einstellungen zur privaten Altersvorsorge und ihren persönlichen Aktivitäten in diesem Bereich. Die Befragung wird online durchgeführt und gilt als repräsentativ. Besonders eindeutig äußern sich die Befragten immer wieder bei der Frage nach der Sicherheit im Alter: Sie vertrauen der privaten und betrieblichen Altersvorsorge wesentlich mehr als der gesetzlichen Rente. Die aktuelle Untersuchung zeigt aber weitere, interessante Ergebnisse.
Altersvorsorge: Privat sorgen etwa 39 Prozent "ausreichend" vor
Die Untersuchung vom vierten Quartal 2010 zeigt einmal mehr, dass die Bürger sehr realistisch sind: siebzig Prozent befürchten, dass sie im Alter Abstriche an ihrem Lebensstandard machen müssen. Dementsprechend ist die Bereitschaft groß, privat vorzusorgen. 23 Prozent der Befragten gaben an, bisher nicht genügend vorzusorgen und in den nächsten zwölf Monaten mehr als bisher für ihre Altersvorsorge unternehmen zu wollen. In den letzten zwei Jahren schwankte dieser Wert zwischen 19 und 27 Prozent. Immerhin: Etwa 39 Prozent glauben, bereits ausreichend vorzusorgen.
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Privat vorsorgen ja – aber wie ist das mit der Stabilität der Währung?
Große Unsicherheit herrschte bei vielen Befragten bei der Frage nach der Stabilität der Währung. Vor allem der Euro und die hohen Schulden der EU-Länder bereiten Sorgen: 45 Prozent sind besorgt um ihre Ersparnisse, weitere 31 Prozent sind es zumindest „teils-teils“. Fast die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer rechnet mit einer „hohen Inflation“ in der Eurozone. Aus diesen Ergebnissen des DIA-Instituts wird deutlich: Viele Bürger sind derzeit stark verunsichert. Gleichzeitig ist den meisten jedoch klar, dass die private Altersvorsorge unerlässlich ist, da die gesetzliche Rente im Alter nicht mehr ausreichen wird.
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