Die meisten Krankenkassenbeiträge sind steuerlich absetzbar

Für GKV- und PKV-Versicherte sind Krankenkassenbeiträge steuerlich absetzbar

Ein neuer Erlass des Finanzministeriums regelt jetzt exakt, inwieweit Krankenkassenbeiträge steuerlich absetzbar sind. Für Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sind, ist die Sache klar: Sie können zukünftig alle Beiträge steuerlich geltend machen. Privatversicherte hingegen müssen anfangen zu rechnen: In Zukunft lohnt sich eine Beitragsrückerstattung seltener als früher.

Für GKV- und PKV-Versicherte sind Krankenkassenbeiträge steuerlich absetzbarSteuererklärung: Krankenkassenbeiträge sind steuerlich absetzbar

Der Anwendungserlass des Bundesfinanzministers (Az IV C 3 – S 2222/09/10041, DB0349061) definiert nun klare Regeln zum Bürgerentlastungsgesetz. Grundsätzlich sind alle Krankenkassenbeiträge für Basiskranken- sowie Pflegepflichtversicherung als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. In den Details gibt es jedoch deutliche Unterschiede für privat bzw. gesetzlich Versicherte. Insbesondere für Privatversicherte ist es vorteilhaft, sich mit den genauen Bedingungen vertraut zu machen.

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GKV-Versicherte: Alle Krankenkassenbeiträge sind steuerlich absetzbar

Wer Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist, kann die Krankenkassenbeiträge grundsätzlich in voller Höhe steuerlich abziehen. Er trägt sie einfach als Sonderausgaben ein. Nur eine kleine Ausnahme gilt es zu beachten: Hat der Versicherte Anspruch auf Krankengeld, so werden von den Beiträgen pauschal vier Prozent (steuerlich) abgezogen. So will es der neue Erlass. Im Übrigen ist auch die Prämie für die Pflegeversicherung steuerlich absetzbar. Somit ist für den gesetzlich Versicherten die Sache recht einfach. Etwas komplizierter stehen die Dinge bei privat Versicherten.

Beitragserstattungen der Privatkassen mindern die Steuerersparnis

Soweit die Leistungen denen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen, ist auch die private Krankenversicherung steuerlich abziehbar. Die Versicherungen rechnen dabei ganz genau: Sie teilen den gezahlten Beitrag in begünstigte und in nicht begünstigte Versicherungsleistungen auf. Generell kann man davon ausgehen, dass zumindest 80 Prozent der privaten Krankenkassenbeiträge steuerlich absetzbar sind. Allerdings: Beitragserstattungen werden aufgerechnet. Sie mindern im Zuflussjahr die Krankenkassenbeiträge, die als Sonderausgaben absetzbar sind. Zumindest teilweise: Sind zum Beispiel 85 Prozent der Prämien steuerbegünstigt, so sind 15 Prozent der Erstattung nicht minderungswirksam. Wer also als Privatversicherter auf die Gutschrift einiger Monatsprämien spekuliert, weil er keine Rechnungen einreicht, muss kalkulieren: Alles, was er aus eigener Tasche für Ärzte oder Medikamente bezahlt, ist nicht steuermindernd. Nicht immer lohnen sich dann solche Selbstzahlungen.

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