Die Unfall-Police sichert nicht gegen Berufsunfähigkeit

Die Unfall-Police sichert nicht gegen Berufsunfähigkeit

Nach wie vor ist die Unfallversicherung eine beliebte Police. Die Berufsunfähigkeitsversicherung als „Konkurrenzprodukt“ wird dagegen vom Kunden weiterhin stiefkindlich behandelt.

30 Millionen zu 16 Millionen – das ist die Bilanz der Vertragsunterschriften beim Vergleich der Unfallversicherung (UV) mit der Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV). Für Experten ist dieser Vorsprung der UV jedenfalls ein Rätsel. Gebetsmühlenartig wird darauf hingewiesen, dass in 90 Prozent aller Fälle bei der Berufsunfähigkeit eine Krankheit und keineswegs ein Unfall den Ausschlag gibt. In den meisten Fällen geht der Unfallversicherte also leer aus und ist damit gegen Berufsunfähigkeit nur ungenügend abgesichert.

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Berufsunfähigkeitsversicherung mit Risikolebensversicherung kombinieren

Das Existenzrisiko „Verlust der Arbeitskraft“ werde von vielen Arbeitnehmern eklatant unterschätzt, heißt es in einer Publikation der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Nur 15 Prozent aller Berufstätigen unter 40 Jahren wissen beispielsweise, dass sie aus der Rentenversicherung keinen einzigen Cent erhalten, sollte sie das Schicksal der Berufsunfähigkeit ereilen. Aber immerhin: Seit 2001 – seit dem diese Regelung gilt – werden 750.000 Policen gegen Berufsunfähigkeit im Jahr neu abgeschlossen. Viele davon allerdings zusammen mit einer Kapitallebensversicherung – ein Kombination von der die Verbraucherzentrale abrät. Sie rät, die BUV mit einer Risikolebensversicherung zu kombinieren.

Finanztest: Unfallversicherung kann sinnvoll sein

Nicht ganz so ablehnend wie die Verbraucherschützer beurteilt die Stiftung Warentest das Produkt „Unfallversicherung“. Sie mache Sinn ab einer Versicherungssumme von 100.000 Euro und wenn sie weltweit und rund um die Uhr gelte, heißt es in einer Erklärung zu einem umfangreichen Test von UV-Produkten. Ganz besonders zu empfehlen sei eine Unfallversicherung für den Personenkreis, der vom Versicherer keine Berufsunfähigkeitsversicherung angeboten bekommt - beispielsweise aufgrund der Arbeit in einem gefährlichen Beruf. Diese Meinung dürften auch die Experten des Verbraucherschutzes in vollem Umfang teilen.

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