DKV: Deutsche Krankenversicherung stoppt Ausbau der „GoMedus“-Zentren

DKV-Rückzug aus den Gesundheitszentren: Die Krankenversicherung will nun andere Wege gehen

Eine Krankenversicherung, die Patienten im eigenen Netzwerk behandelt? Ungewöhnlich, finden viele Versicherte. Deshalb halten sich wohl viele dem Angebot fern. Die vor einigen Jahren eingeführten „Gesundheitszentren“ der DKV erfreuen sich nur eines geringen Zuspruchs. Sie werden nicht weiter ausgebaut.

Im Jahr 2003 hatte die DKV das erste privatärztliche GoMedus-Zentrum in Köln eingerichtet. Seitdem kamen drei weitere hinzu: Düsseldorf, Berlin und München. Freiberufliche Ärzte haben hier ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie zahlen Miete und eine Verwaltungsgebühr an die DKV. Eigentlich wollte sich der Versicherer auf diese Weise nicht nur als bloße Krankenversicherung, sondern auch als Anbieter medizinischer Leistungen profilieren. Im Laufe der Jahre sollten wenigstens zehn weitere Gesundheitszentren deutschlandweit hinzukommen.

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Zu große Nähe zur DKV?

Auf die geplante Expansion wird die Deutsche Krankenversicherung nun wohl doch verzichten. König Kunde nahm das Angebot nicht wie erhofft an. Möglicherweise schreckte die Nähe zum Versicherer manche Patienten ab, die lieber beim Arzt ihres Vertrauens blieben. Dabei betont die DKV aber, dass die Ärzte keineswegs bei der DKV angestellt sind, sondern ihrem Auftrag freiberuflich nachgehen.

Inzwischen zieht die Krankenversicherung Konsequenzen. Sie will keine Zentren schließen, aber das Leistungsangebot eventuell reduzieren. In München kommen die Ärzte jetzt nur noch stundenweise aus ihren Praxen ins Gesundheitszentrum.

Unabhängig davon arbeitet das ebenfalls neu errichtete DKV-Ärzte-Netzwerk weiter. 620 niedergelassene Ärzte sind hierbei als Partner der DKV tätig; eine aktive Werbung für das Netzwerk soll es aber zukünftig auch nicht mehr geben.

„Deutsche Krankenversicherung“ will mit Spitzenärzten punkten

Nach dem mäßigen Erfolg der „GoMedus“-Zentren brüten die Tüftler bei der DKV über neue Konzepte. Eine flächendeckende Versorgung war, das mussten sie einsehen, mit dem Konzept nicht zu erreichen.

Der Fokus liegt nun stärker auf Angeboten, die für alle Versicherten deutschlandweit attraktiv sind. Für medizinische Spitzenleistungen sind Kunden erfahrungsgemäß auch bereit, etwas weitere Wege zurückzulegen – bei einer ärztlichen „Standardversorgung“ ist das wohl weniger der Fall. PKV-Kunden nehmen deshalb ein neues Angebot der Krankenversicherung sehr gerne an: Unter dem Namen „Best Care“ arbeitet die DKV gezielt mit medizinischen Top-Experten zusammen. In schwierigen Fällen können Patienten sich bei ihnen eine Zweitmeinung einholen. Außerdem können sie bei solchen meist stark nachgefragten Spitzenärzten einen besonders schnellen Termin bekommen. Hierfür wurde sogar eigens eine Tarifvariante kreiert.

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