Dynamik sichert ausreichende BU-Rente

Vereinbarte Dynamik bei BU-Rente schlägt der Inflation ein Schnippchen

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es nicht nur darauf an, sie möglichst früh – bei guter Gesundheit und mit entsprechend niedrigen Prämien – abzuschließen. Als sichere Vorsorge für den Fall von Invalidität sollte sie außerdem in der Höhe ausreichend bemessen sein. Damit eine fällige BU-Rente auch dauerhaft ausreicht, sollte sie einen besonderen Faktor enthalten: Dynamik.

Grundsätzlich zu empfehlen ist eine BU-Rente, deren Höhe etwa 75 Prozent des Nettoeinkommens ausmacht. Wer wenig eigene Reserven besitzt oder hohe laufende Aufwendungen hat, muss mehr einrechnen. Um für die Zukunft auf Dauer gut abgesichert zu sein, empfiehlt sich eine Police mit dynamisierten Beiträgen. Die Prämien steigen dann in regelmäßigen Abständen; damit einher geht aber auch eine Steigerung der BU-Rentenansprüche.

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Wenige Prozent Dynamik genügen

Viele Versicherer bieten Dynamik-Modelle an. Dabei unterscheiden sich die Bedingungen oft erheblich: Manche Unternehmen offerieren eine jährliche Dynamik von bis zu zehn Prozent. In der Regel ist das übertrieben; wer frühzeitig mit seiner BU-Absicherung anfängt, kommt meistens mit fünf Prozent Anhebung in zwei Jahren aus. Wer allerdings die Police erst spät abschließt, kann auch eine höhere Dynamik wählen, um seinen Schutz rascher zu erhöhen.

Der Vorteil einer Dynamisierung liegt insbesondere in der Absicherung gegen Inflationsgefahren. So wie sich die Prämien regelmäßig erhöhen, steigen auch die Rentenansprüche regelmäßig an. So kann der gewohnte Lebensstandard weitgehend aufrecht erhalten werden.

Zusätzlich kann eine Leistungsdynamik vereinbart werden

Manche Verträge beinhalten eine zusätzliche Leistungsdynamik. Dann steigt eine eventuell fällig werdende BU-Rente in vertraglich genau vereinbarten Schritten. Verbraucherschützer empfehlen auch für diese Dynamisierungsform eine jährliche Steigerung von zwei bis drei Prozent. Billig ist eine solche Vereinbarung allerdings nicht: Der Versicherte muss mit etwa 20 bis 25 Prozent Aufschlag rechnen. Sollte er allerdings relativ früh berufsunfähig werden, kann er über eine solche Police froh sein. Wer diesen Zusatz für die BU-Rente vereinbaren möchte, muss ein wenig suchen: Besonders häufig wird die Variante nicht angeboten.

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Weitere Tipps für eine ausreichende BU-Rente

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Police sollten die Faktoren Zeit und Flexibilität besonders beachtet werden. Konkret bedeutet das:

  • Je früher eine BU-Versicherung abgeschlossen wird, desto besser. Die Tarife sind am günstigsten, wenn die Gesundheit (noch) gut ist.
  • Die Laufzeit des Vertrages sollte bis zum regulären Rentenbeginn reichen. Dann entstehen keine Lücken.
  • Für bestimmte Ereignisse, zum Beispiel Heirat oder Geburt eines Kindes, besteht bei guten Policen eine Nachversicherungsoption. In diesen Fällen lässt sich der Versicherungsschutz dann problemlos ausbauen.
Wer diese Tipps beherzigt, ist bestens für den Fall einer Invalidität gewappnet. Der Abschluss einer BU-Police sollte mit einem Fachmann besprochen werden; vor allem unabhängige Experten können durch eine persönliche Situationsanalyse gute Empfehlungen geben.

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