Eine Entgeltumwandlung ermöglicht den Wechsel von der PKV in die GKV

Wird Einkommensgrenze knapp überschritten, hilft Entgeltumwandlung beim Wechsel von PKV zur GKV

Manchmal möchte ein Privatversicherter wieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln. Ein Grund kann darin liegen, dass er weniger als vorher verdient und ihm die PKV-Beiträge zu hoch werden. Der Wechsel in die GKV funktioniert aber nur dann, wenn sein Einkommen unterhalb einer bestimmten Grenze liegt. Liegt man nur knapp über der Grenze, gibt es einen kleinen Trick: Man kann mit einer betrieblichen Altersvorsorge per Entgeltumwandlung etwas nachhelfen, das Einkommen „formal“ zu vermindern.

Auf eine solche Entgeltumwandlung haben rentenpflichtversicherte Arbeitnehmer gesetzlich Anspruch. Dabei werden einfach Teile des Gehalts für eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) umgewandelt. Der Arbeitgeber schließt eine Renten- oder Hinterbliebenenversicherung für den Arbeitnehmer ab; auch eine Berufsunfähigkeitspolice ist möglich. Die Beiträge drücken dann das Gehalt, so dass manchmal die Einkommensgrenze unterschritten werden kann – und voilá: Die Tür zur GKV steht offen.

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Knackpunkt ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze

Für einen Wechsel von der PKV zur GKV sind zwei wichtige Voraussetzungen wesentlich:

  • Das 55. Lebensjahr des Arbeitnehmers darf noch nicht vollendet sein.
  • Das Einkommen muss unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegen. Die Höhe dieser Einkommensgrenze wird jährlich neu festgesetzt. Für das Jahr 2012 beträgt sie 50.850 Euro.
Sind beide Voraussetzungen erfüllt, können Arbeitnehmer sofort von der PKV in die GKV wechseln. Wird die JAEG nur zeitweilig unterschritten, so kann ein Wechsel erst zum Ende des laufenden Jahres erfolgen. Wird die JAEG aber nur knapp verfehlt, so tut sich die genannte Möglichkeit einer Entgeltumwandlung auf.

Entgeltumwandlung macht das Einkommen optisch kleiner

Die oben beschriebene Entgeltumwandlung ist eine völlig legale Möglichkeit, das beitragspflichtige Einkommen so zu verringern, dass es unter der JAEG liegt. Dabei muss etwas gerechnet werden.

Gehalts-Umschichtungen für eine Entgeltumwandlung sind beitragsfrei, wenn sie bis zu vier Prozent der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung ausmachen. 2012 entsprechen diese vier Prozent einem Jahresbetrag von 2.688 Euro.

Dieser Betrag wird dann wichtig, wenn das Jahresarbeitsentgelt (maximal) 53.538 Euro (für 2012) beträgt. Zieht man nämlich dann – beispielsweise genau von diesem Betrag – die 2.688 Euro ab, so beträgt das Einkommen nur noch 50.850 Euro. Das entspricht aber genau der Jahresarbeitsentgeltgrenze 2012..

Mit anderen Worten: Bei einem Jahreseinkommen zwischen 50.850 und 53.538 Euro kann der kleine Trick „Entgeltumwandlung“ helfen, das beitragspflichtige Einkommen auf den notwendigen Wert der JAEG herunterzuschrauben. Dann steht einem Wechsel von der PKV in die GKV nichts im Wege.

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Bei einem geplanten Wechsel von der PKV in die GKV sollte sich jeder fachmännischen Rat einholen

Das Schöne am beschriebenen Verfahren ist: Der Arbeitnehmer verzichtet nicht tatsächlich auf seine Entgeltansprüche. Teile von ihr werden nur anderweitig verwendet – und zwar sehr sinnvoll in Form einer betrieblichen Altersvorsorge.

Ein Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung sollte allerdings immer gut überlegt sein. Gerade im Alter gewinnen die zusätzlichen Leistungen der PKV gegenüber der GKV an Wert.

Manchmal hilft ersatzweise auch der Wechsel in einen günstigeren Tarif beim PKV-Anbieter. Professionelle Versicherungsfachleute können Kunden auch in solchen Fällen objektiv und umfassend beraten.

 
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