Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Genaues Hinschauen lohnt sich

Erwerbsunfähigkeitsversicherungen gibt es in vielen Facetten

Wer berufsunfähig wird, kann froh sein, wenn er eine gute BU-Versicherung besitzt. Nicht jeder zählt aber zu den Glücklichen, die problemlos eine Police erhalten: Risikoberufe oder frühere Krankheiten erschweren den Zugang zum BU-Schutz. Dann schlägt die Stunde der Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Erwerbsunfähigkeitsversicherungen zahlen, wenn der Versicherte nur noch maximal drei Stunden täglich arbeiten kann. Als Ursachen für die Einschränkung der Arbeitskraft kommen Krankheiten, Körperverletzungen oder Kräfteverfall in Betracht. Der Beruf spielt dabei keine Rolle – es geht um die Arbeitsfähigkeit schlechthin. Die Versicherung ähnelt insoweit der gesetzlichen Rentenversicherung mit ihrer integrierten Erwerbsminderungsrente.

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BU-Schutz gibt’s nicht für jeden

Berufstätigen insbesondere in bestimmten, risikoträchtigen Berufen ist das Procedere bekannt: Sie beantragen eine Berufsunfähigkeitsversicherung, bekommen sie aber nicht – oder nur zu schlechten Konditionen mit Beiträgen in astronomischer Höhe. Sprengmeister zählen ebenso zu solchen Berufsgruppen wie Dachdecker, Gerüstbauer oder Kellner. Auch Künstler und Lehrer sind betroffen.

Andere Interessierte kommen vielleicht aus weniger risikobehafteten Berufen, haben aber eine längere Krankheitshistorie. Auch sie tun sich schwer, eine BU-Police zu erhalten. Manche Antragsteller werden komplett abgewiesen und erhalten kein Angebot, andere müssen erhöhte Beiträge zahlen.

Für solchermaßen Betroffene gibt es die Erwerbsunfähigkeitsversicherung als Alternative – nicht ganz so teuer, nicht ganz so gut, aber immerhin besser als nichts.

Erwerbsunfähigkeitsversicherungen in vielen Formen erhältlich

Erwerbsunfähigkeitsversicherungen gibt es in vielen Varianten; es lohnt sich also, genau hinzusehen. So bietet beispielsweise die Generali eine selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung (SEU) ohne konkrete Gesundheitsfragen. Wer öfters krank war, wird das zu schätzen wissen. Einen Haken gibt es dennoch: eine fünfjährige Wartezeit, die nur bei Unfällen entfällt.

Vor allem Berufsanfänger laufen Gefahr, bei Arbeitsunfähigkeit ohne jede Unterstützung dazustehen: Weder private noch gesetzliche Versicherung treten dann ein. Für diesen Fall schafft der Generali-Tarif „SEU Smart“ Abhilfe: Die Police bietet bereits von Beginn an einen vollständigen Versicherungsschutz.

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Noch mehr Varianten

Auch das Angebot „Komfort“ der WWK setzt auf Einsteiger. Besonders positiv dabei: Bis zum 30. Geburtstag können Schüler und Studenten in eine vollwertige Berufsunfähigkeitsversicherung wechseln – ohne neue Gesundheitsprüfung und ohne Mehrbeitrag. Auch Optionen für spätere Nachversicherungen sind enthalten.

Mit einem anderen Zuckerle lockt die Zurich Versicherung. Ihr Angebot zur Absicherung von Erwerbsunfähigkeit beinhaltet einen Vorsorgebonus. Die Versicherung zahlt bereits bei 50-prozentiger Invalidität – also genauso wie eine BU-Police. Eine Weiterzahlung des Geldes nach drei Jahren erfolgt dann, wenn tatsächlich Erwerbsunfähigkeit eintritt.

Außerdem trumpft die Offerte mit Optionen zu garantierter Rentendynamik sowie zu abgekürzter Beitragszahldauer auf. Die Leistungsdauer kann über die Versicherungsdauer hinaus vereinbart werden – ein weiterer Vorteil.

Und wenn man pflegebedürftig wird?

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung leistet oft auch im Falle von Pflegebedürftigkeit. Manchmal funktioniert das reibungslos nach versicherungseigenen Kriterien, manchmal müssen die Betroffenen erst einmal sechs Monate lang ununterbrochen pflegebedürftig sein – und das voraussichtlich für weitere zwei Jahre.

Eine interessante Möglichkeit bietet die Generali: Nach Versicherungsablauf kann man eine Pflegerentenversicherung abschließen. Diese Option wird jedem Kunden fest zugesagt. Das Interessante dabei: Die Versicherung verlangt keine erneute Gesundheitsprüfung. Im Hinblick auf den möglichen späteren Pflegefall ist diese Variante für viele Kunden eine Erwägung wert.