Finanztest: Neues Versicherungsvertragsgesetz bringt Änderungen

Finanztest: Neues Versicherungsvertragsgesetz ab 2008

Leise still und heimlich ändert sich zum Jahreswechsel 2007/2008 das Versicherungsvertragsgesetz. Das neue Gesetz betrifft auch die Versicherungen zur Altersvorsorge. Die Stiftung Warentest / Finanztest hat kürzlich auf die Änderungen hingewiesen.

Finanztest: Neues Versicherungsvertragsgesetz ab 2008Neues Versicherungsvertragsgesetz

Mit dem neuen Versicherungsvertragsgesetz wird sich einiges in der Versicherungsbranche ändern. Denn es gibt Änderungen für fast alle Policen: Ab 2008 sind alle neu abgeschlossenen Verträge betroffen, ab 2009 auch die alten Versicherungen, so lange die Änderungen nicht den Vertragsabschluss betreffen. Das teilte kürzlich die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift Finanztest mit. Wer beispielsweise einen Vertrag für die private Altersvorsorge abschließen will, profitiert von den neuen Regelungen, die erheblich verbraucherfreundlicher sind als die alten.

Versicherungsvertragsgesetz nutzt dem Versicherungsnehmer

Mehr Beratung, mehr Betreuung, mehr Information, mehr Flexibilität und mehr Fairness, so bringt die Stiftung Warentest die Änderungen auf den Punkt. So muss der Vermittler der Versicherung beispielsweise künftig genau begründen, warum er gerade diese Versicherung empfiehlt. Das ganze wird dann protokolliert. Damit gibt es einen schriftlichen Nachweis, den der Versicherungsnehmer später nutzen kann. Denn stellt sich zum Beispiel sein Vertrag für die Altersvorsorge als wenig substanziell heraus, dann ist er unter Umständen in der Lage, eine Falschberatung nachzuweisen.

Finanztest: Fragen zum Vertrag dürfen nicht mehr „allgemein“ gestellt sein

Auf einen weiteren Vorteil weist Finanztest hin: Der Kunde muss über alle Vertragsunterlagen und Versicherungsbedingungen verfügen, wenn er seine Unterschrift leistet. Zudem müssen die Fragen nach „gefahrenerhöhenden Umständen“ jetzt sehr konkret gestellt werden. Die Leistung kann also nicht mehr verweigert werden, weil Dinge verschwiegen wurden, nach denen zuvor nicht gefragt wurde. Der Nachteil wiederum: Der bürokratische Aufwand dürfte wachsen, da die Versicherung nach dem neuen Versicherungsvertragsgesetz alle möglichen Umstände abfragen muss.

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