Finanztest: Private Unfallversicherung kann sinnvolle Alternative sein

Finanztest: Private Unfallversicherung kann BU-Schutz teilweise ersetzen

Auf der Suche nach Alternativen zur klassischen BU-Versicherung stößt mancher auf die private Unfallversicherung. Die Unterschiede zwischen beiden Versicherungsformen sind allerdings beträchtlich. Als Alternative zum BU-Schutz taugen sie nur eingeschränkt. Die Zeitschrift „Finanztest“ fand immerhin einige sehr gute Angebote, die für Kunden in Frage kommen.

Private Unfallversicherungen helfen, nach einem Unfall zumindest finanziell abgesichert zu sein. Dabei ist es völlig ohne Belang, ob die betroffene Person berufsunfähig wird oder nicht: Bei einer dauerhaften körperlichen Beeinträchtigung aufgrund eines Unfalls zahlt die Versicherung immer. Unter Dauerhaftigkeit verstehen die Versicherer meist drei Jahre. Im Unterschied zur BU-Police zahlt die Versicherung aber keine Rente, sondern lediglich einen einmaligen Geldbetrag. Das sollte sich jeder Kunde vor dem Abschluss gut vor Augen halten.

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Gliedertaxe bestimmt den Prozentsatz

Grundsätzlich zahlt eine private Unfallversicherung die vertraglich vereinbarte Summe aus, wenn der Versicherungsfall eintritt. Das muss aber nicht immer die volle Versicherungssumme sein: Der Invaliditätsgrad wird grundsätzlich anhand der so genannten Gliedertaxe festgelegt. Der Verlust eines Auges wird mit 50 Prozent angesetzt, der Verlust eines Armes mit 70 Prozent; geht „nur“ ein Zeigefinger verloren, werden zehn Prozent der vereinbarten Summe ausgezahlt. Diese Werte können durchaus schwanken; Finanztest empfiehlt allen Kunden deshalb, sich die Tarife der einzelnen Anbieter sehr genau anzusehen und einen besonders leistungsstarken Tarif zu wählen.

Für wen ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?

Finanztest rät vor allem denjenigen zu einer Unfallversicherung, die aufgrund ihrer Vorerkrankungen nur sehr schwer eine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten. Auch Angehörige besonderer Risikoberufe greifen oft zu den Angeboten, da sie vom BU-Schutz ausgeschlossen werden. Laut Finanztest können fast alle diese Personen zumindest eine private Unfallversicherung abschließen – und damit einem Minimalschutz aufbauen.

Was viele nicht wissen: Arbeiten im Haushalt sind besonders unfallträchtig. Finanztest empfiehlt deshalb auch Hausfrauen und Hausmännern, den Abschluss einer solchen Police zu erwägen.

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Sehr gute Angebote im Test

Wer sich für eine private Unfallversicherung interessiert, sollte eines unbedingt bedenken: Sie kann niemals eine vollwertige BU-Versicherung ersetzen. Die Gründe für Berufsunfähigkeit liegen häufig in psychischen Problemen, Rückenbeschwerden oder Herz-Kreislauferkrankungen. Krankheiten jeglicher Art sind aber bei Unfallversicherungen generell ausgeschlossen; nur Unfälle führen zu einer Auszahlung.

Viele unabhängige Institutionen wie Stiftung Warentest weisen aber auch auf die Vorteile von Unfallversicherungen hin. So sind sie relativ preiswert und auch für Menschen mit Vorbelastungen erhältlich. Insofern können sie eine passable Alternative sein.

Drei sehr gute Angebote werden Interessenten von Finanztest besonders ans Herz gelegt: Die beiden Tarife P 350 und P 500 Primus Plus Premium von Swiss Life sowie der Tarif P-Plus 500 XXL (B18) Maxi-Taxe von Interrisk. Für einen kaufmännischen Angestellten liegen die Jahresbeiträge etwa zwischen 200 und 300 Euro.