Finanztest-Experte: Gegen Berufsunfähigkeit sollte man versichert sein

Gegen Berufsunfähigkeit sollte man versichert sein

Jeder Haushalt gibt pro Jahr durchschnittlich 3.000 Euro für Versicherungen aus. Doch nicht jeder Euro ist gut angelegt, da häufig unnötig und doppelt versichert wird, heißt es in Expertenkreisen. Auf der anderen Seite fehlen nicht selten wirklich wichtige Versicherungen – wie die Absicherung gegen die Berufsunfähigkeit.

Gegen Berufsunfähigkeit sollte man versichert seinFinanztest: Gegen Berufsunfähigkeit sollte man versichert sein

Fragt man Michael Nischalke, Projektleiter Finanzdienstleistung bei Finanztest, dann wird man erfahren, dass es drei zwingend notwendige Versicherungen gibt: die Krankenversicherung, die Haftpflichtversicherung und eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit. Keineswegs ein „Muss“ sind dagegen die Hausratversicherung – immerhin haben gut drei Viertel der Bevölkerung ihren Hausrat tatsächlich durch eine Police abgesichert – und eine private Unfallversicherung, über die 43 Prozent verfügen.

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Berufsunfähigkeit: Nicht einmal jeder Vierte ist abgesichert

Diese auf einer aktuellen Allensbach-Umfrage basierenden Daten bringen Überraschendes und zum Teil wenig Erfreuliches zu Tage: Nicht einmal 70 Prozent der Bevölkerung hat eine Haftpflichtversicherungs-Police in der Schublade. Geradezu dramatisch ist die Abschluss-Quote bei der Berufsunfähigkeitsversicherung: Nur 23 Prozent haben hier vorgesorgt. Dabei sollte nach Experten-Meinung jeder Erwerbstätige eine Versicherung gegen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit abschließen.

Bei vielen Krankheiten greift gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung nicht

Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Jeder vierte Arbeitnehmer wird noch vor Erreichen des Rentenalters berufsunfähig, kann aber nicht mit üppigen Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenkasse rechnen. Ein Versorgungsloch erwartet vor allem Berufsunfähige, die nach 1961 geboren sind, da viele von ihnen durch eine Gesetzesänderung vor einiger Zeit fast unbemerkt von Rentenzahlungen abgeschnitten wurden. Experten verweisen in diesem Zusammenhang auf die Gefahr, aufgrund einer Krankheit nicht mehr ins Berufsleben eingegliedert werden zu können: Gerade für die Hauptursachen wie chronisches Rückenleiden oder psychische Erkrankungen zahle die gesetzliche Versicherung nicht.

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