Gesetzliche Rente benötigt vorzeitigen Bundeszuschuss

Gesetzliche Rente benötigt vorzeitigen Bundeszuschuss

Die pünktliche Zahlung der Renten muss wahrscheinlich bereits im September durch einen vorgezogenen Bundeszuschuss sicher gestellt werden. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf die deutschen Rentenversicherungsträger.

Erstmals seit 1985 haben die Rentenkassen im September nicht genügend Geld, um die Rentenzahlung sicherzustellen. Das ist kein Alarmsignal für die Rentner selbst, deren Rente durch den Sicherungsmechanismus „Bundeszuschuss“ definitiv überwiesen wird. Allerdings werden durch solche Meldungen die massiven Probleme unseres Rentensystems offenbar. Die schlechte Einnahmeentwicklung aufgrund der Arbeitsmarktlage und die ungünstige Demographie haben den Generationenvertrag an seine Grenzen geführt. Im Juni sind die Einnahmen aus den Pflichtbeiträgen erneut gesunken.

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Rentenkassen: Bundeszuschuss im September, Kredit im Dezember?

Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf Franz Ruland, Direktor des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR), dass etwa 450 Millionen Euro im Oktober vorab vom Bund angefordert werden. „Wenn wir von den Annahmen der Bundesregierung ausgehen, dann ist ein vorgezogener Bundeszuschuss erforderlich“, heißt es wörtlich. Wahrscheinlicher werde auch, dass die Rentenkassen zum Ende des Jahres sogar einen Kredit des Bundes benötigen, da die von Rot-Grün gesenkte Schwankungsreserve für den Ausgleich des Fehlbetrags dann unter Umständen nicht mehr ausreiche.

Trotz möglicher Anhebung des Rentenalters: Privat vorsorgen tut Not

Derweil hat die Debatte um einen Anstieg des Rentenalters auf 67 Jahre wieder begonnen. Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), forderte erneut eine Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenalters. Auch der Vorsitzende des Sachverständigenrates, Bert Rürup, sagte im Handelsblatt, dass es notwendig sei, „das gesetzliche Rentenalter ab 2010 gleitend auf 67 Jahre anzuheben". Allerdings ist nicht zu erwarten, dass dieses höchst unpopuläre Thema vor den Bundestagswahlen ernsthaft von den Parteien aufgegriffen wird. In einem aber sind sich die Parteien einig: Private Vorsorge der heute arbeitenden Generation ist unverzichtbar.

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