Private Krankenversicherung: HUK-Coburg will Tarifsystem umbauen

Modell der HUK-Coburg für langfristig günstigere Krankenversicherung

Die Versicherungsgesellschaft HUK-Coburg will das Tarifsystem der privaten Krankenversicherung (PKV) umstellen: Kostensteigerungen sollen künftig in die Tarifkalkulation einfließen und gerechter auf Bestands- und Neukunden verteilt werden. Zugleich sollen alle Kunden gleiche Zuschläge für Alterungsrückstellungen zahlen. Durch die Maßnahmen würden die PKV-Beiträge zunächst steigen. Langfristig aber spare der Kunde, meint der Versicherer.

Mit dem Vorschlag zum Umbau des Tarifsystems hofft die HUK-Coburg jährliche Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung umgehen zu können. Zuletzt hatte die Branche Prämien für Bestandskunden kräftig erhöht. Die Folge: Viele langjährig Versicherte zahlen höhere Beiträge als gleichaltrige Neueinsteiger. Damit könnte Schluss sein, wenn die so genannte medizinische Inflation gleich in die Tarife eingerechnet würde. Dasselbe Prinzip möchte der HUK-Vorstand Hans Olav Heroy branchenweit bei den Alterungsrückstellungen durchsetzen. Über die Pläne der Coburger berichtete die Financial Times Deutschland (Onlineausgabe vom 17.11.2010).

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HUK-Coburg für Krankenversicherung mit Solidarzuschlag

Nach Auffassung von Heroy trägt ein Doppeleffekt Mitschuld an stark steigenden PKV-Beiträgen: Beitragserhöhungen führten im jetzigen System automatisch zu Mehrkosten für Alterungsrückstellungen. Dadurch würden insbesondere ältere Versicherungsnehmer belastet.

Der HUK-Coburg-Vorstand plädiert deswegen für ein solidarisches Modell der privaten Krankenversicherung: Die durch Beitragserhöhungen entstehenden Lücken in den Alterungsrückstellungen sollen alle Kunden solidarisch finanzieren. Durch gleiche Zuschläge würden ältere Versicherte entlastet, jüngere zahlten vergleichsweise mehr.

Die Coburger haben das neue Tarifmodell schon einmal durchgerechnet: Bis zu drei Prozent höhere Beiträge müssten Bestandskunden mehr bezahlen. Damit stände die HUK besser als der Durchschnitt da: Die Branche kündigte für 2011 Beitragsanpassungen von im Schnitt sieben Prozent an.

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