Keine Krankenversicherung: Immer mehr sind ohne Versicherungsschutz

Keine Krankenversicherung: Immer mehr Deutsche haben keinen Krankenversicherungsschutz

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherungsschutz dramatisch angestiegen. Nach Schätzungen sind etwa 300.000 Deutsche nicht Mitglied einer Krankenkasse. Der Gründe dafür sind nach Presseberichten die Entwicklungen seit Inkrafttreten der Arbeitsmarktreform Hartz IV und die schlechte wirtschaftliche Gesamtlage.

Das Bundesgesundheitsministerium spricht von 188.000 Deutschen, die im letzten Jahr ohne Krankenversicherungsschutz waren. Nach Angaben der Verbraucherverbände handelt es sich dabei vor allem um Rentner, Studenten und Arbeitslose, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Außerdem auch um Selbstständige, die die Beiträge für eine Krankenversicherung einsparen wollen oder nicht mehr zahlen können. Die Zahl der nicht krankenversicherten Unternehmer liegt zusätzlich bei rund 31.000.

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Keine Krankenversicherung: Säumige Zahler verlieren Versicherungsschutz

Bereits bekannt ist das Problem bei Langzeitarbeitslosen, die mit einem verdienenden Partner unverheiratet zusammenleben. Sie verlieren nach der Arbeitsmarktreform unter Umständen nicht nur die finanzielle Unterstützung des Staats, sondern auch den Krankenversicherungsschutz. Hinzu kommen nach Meinung des Bundesgesundheitsministeriums außerdem ehemals privat Krankenversicherte, die ihre Prämien nicht mehr zahlen können. Der Sprecher des Bundesverbands der Innungskrankenkassen, Joachim Odenbach, sprach von einem „extremen Problem, wenn immer mehr Menschen in Deutschland nicht krankenversichert sind.“ Die Verbraucherverbände weisen daraufhin, dass säumige Zahler innerhalb kürzester Zeit ihren Versicherungsschutz verlieren, also keine Krankenversicherung mehr haben.

Weitreichende Folgen bei Rauswurf aus der Krankenkasse

Die gesetzlichen Kassen können Versicherte rauswerfen, wenn sie mehr als zwei Monatsbeiträge mit den Zahlungen im Rückstand sind. Bei den privaten Versicherern ist die Frist noch geringer. Ein Rauswurf aus der Krankenversicherung hat außerdem weitere gravierende Folgen. Nach Angaben der Verbraucherschützer ist zunächst keine gesetzliche Versicherung mehr verpflichtet, einen säumiger Zahler neu aufzunehmen. Erst wenn der zu Versichernde erneut zwölf Monate lang versicherungspflichtig beschäftigt war, besteht ein neuer Anspruch auf eine gesetzliche Krankenversicherung. Die Verbraucherverbände raten daher, im Fall von Zahlungsschwierigkeiten frühzeitig das Gespräch mit der Versicherung zu suchen.

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