Gesetzliche Krankenkassen kooperieren mit privaten Trägern

Gesetzliche Krankenkassen kooperieren mit privaten Trägern

Im vergangenen Jahr haben rund 8,3 Millionen gesetzlich Versicherte eine private Zusatzpolice abgeschlossen. Das teilte der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) mit. Experten sehen in den seit einem Jahr möglichen Kooperationen zwischen gesetzlicher Krankenkasse und privater Versicherung den Hauptgrund für den Anstieg um 400.000 Verträge.

Seit dem Jahr 2004 ist es den gesetzlichen Krankenkassen möglich, ihren Mitgliedern Zusatzversicherungen privater Versicherer zu vermitteln. Davon wurde im abgelaufenen Jahr rege Gebrauch gemacht. Denn letztlich sehen die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) darin ein Kundenbindungsinstrument und bieten indirekt klassische Leistungen der „Privaten“ wie Krankenhaus-Chefarztbehandlung, Zuzahlungen zu Brillen und Auslandskrankenschutz an. Die privaten Versicherungsgesellschaften profitieren natürlich ebenfalls von neuen Vertragsabschlüssen.

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Wer mit wem? Verträge zwischen PKV und GKV

Im Laufe des vergangenen Jahres haben sich verschiedene Partnerschaften herauskristallisiert: Die DKV Deutsche Krankenversicherung AG arbeitet mit acht großen Allgemeinen Ortskrankenkassen zusammen. Die Signal Iduna kooperiert mit den Innungskrankenkassen und die Barmenia hat den einen oder anderen Vertrag mit BKK-Versicherten abgeschlossen. BKK-Verbandssprecher Florian Lanz zieht angesichts der florierenden Kooperation eine positive erste Bilanz und sieht für seine Kunden Vorteile: "Die Versicherten erhalten eine Ergänzung für Leistungen, die die GKV nicht anbieten darf."

Immer weniger Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen

PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach schätzt, dass in 2004 ca. 250.000 Versicherte eine Zusatzversicherung im Rahmen einer solchen Kooperation abgeschlossen haben. Ein Grund für die starke Nachfrage liegt seiner Ansicht nach darin, dass der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen mehr und mehr zusammenschmilzt. "Dies hat offenbar viele Menschen zum Abschluss einer ergänzenden privaten Absicherung zur Sicherstellung ihrer Gesundheitsversorgung motiviert", resümiert Leienbach.

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